Lebensministerium: Quelle der geringen Iod-131-Spuren in Ungarn gefunden

Weiterhin keine Gefahr für österreichische Bevölkerung - Seit Freitag kein Nachweis mehr

Wien (OTS) - Ein Institut für Radioisotopenherstellung für medizinische Zwecke und Forschung in Budapest (Ungarn), ist nun als Verursacher der kürzlich in Teilen Europas gemessenen, geringen Iod-131-Spuren ausfindig gemacht worden. Untersuchungen über die genaue Ursache sind derzeit laut der ungarischen Atomaufsichtsbehörde im Laufen. Die Messungen des Luftsammlers in Wien haben jedenfalls seit Ende der vergangenen Woche keine nachweisbaren Iod-131-Werte mehr erbracht, erläutert das für Strahlenschutz zuständige Lebensministerium. Somit besteht weiterhin keinerlei Gefahr für die österreichische Bevölkerung.

Wie vor einigen Tagen berichtet, waren in Luftsammelstationen im Osten und Norden Österreichs geringste Mengen an radioaktivem Iod-131 festgestellt worden. Die Werte von Cäsium-137 und anderen radioaktiven Substanzen lagen auch zu dieser Zeit im üblichen Bereich. Eine rechnerische Abschätzung der Dosis für die österreichische Bevölkerung aus den festgestellten Iod-131-Werten ergab maximal 1 Nanosievert. Um einen Vergleich zu geben, entspricht diese Menge einem 40.000-stel der Dosis, die ein Mensch bei einem Transatlantikflug aufgrund der kosmischen Strahlung abbekommt. Auch die natürliche Hintergrundstrahlung, der jede Bürgerin und jeder Bürger in einer Stunde ausgesetzt ist, entspricht etwa dem Hundertfachen der kürzlich gemessenen Iod-131-Dosis.

Aufgrund der Rückmeldungen von Messlabors anderer Staaten konnte eine Quelle der Iod-131-Strahlung in Österreich von Anfang an dezidiert ausgeschlossen werden. Der Emittent wurde in östlicher bis südöstlicher Richtung ausgeforscht und nun auch gefunden, berichtet das Lebensministerium.

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