Huainigg: Der Jugend Perspektiven aufzeigen

"Clearing" als arbeitsmarktpolitisches Vorzeige-Konzept für behinderte Jugendliche - nun profitiert das Gesamtsystem

Wien (OTS/ÖVP-PK) - "Schulabbrüche und frühzeitig beendete Ausbildungskarrieren sind nicht nur ein individuelles Problem für die betroffenen Jugendlichen, sondern haben weitreichende arbeitsmarktpolitische, soziale und ökonomische Konsequenzen", erklärt heute, Donnerstag, Abg. Franz-Joseph Huainigg, ÖVP-Sprecher für Menschen mit Behinderungen.

Ab dem Schuljahr 2012/2013 wird, beginnend mit Piloten in ausgewählten Bundesländern, eine flächendeckende Unterstützung Jugendlicher vom Ende der Pflichtschulzeit bis zur nachhaltigen Integration in den Arbeitsmarkt angeboten - das "Jugendcoaching". "Dieses Konzept soll gewährleisten, dass eine nahtstellenübergreifende Beratung, Begleitung und Betreuung vom Ende der Pflichtschulzeit bis zur nachhaltigen Integration in den Arbeitsmarkt oder in ein weiterführendes Ausbildungssystem erfolgt. Dabei werden die Jugendlichen in einem dreistufigen Prozess unterstützt. Nach einem Erstgespräch erfolgt eine Beratung nach den Prinzipien des Case Managements, dann wird der Jugendliche bis zur Umsetzung begleitet", erklärt Huainigg. Alle ausgrenzungsgefährdeten Jugendlichen sollen so befähigt werden, die für sie geeignete Entscheidung hinsichtlich ihrer Ausbildung nach Beendigung der Pflichtschulzeit zu treffen und damit ein drohendes Abrutschen ins gesellschaftliche Aus zu vermeiden. Die Kosten für diese Maßnahme liegen bei rund 20 Millionen Euro. "Geld, das meines Erachtens gut investiert ist. Denn es ist eine vorrangige Aufgabe der Politik, der Jugend Perspektiven aufzeigen", so der ÖVP-Behindertensprecher.

Vorbild für diese lobenswerte Initiative ist das "Clearing" - eine arbeitsmarktpolitische Maßnahme für behinderte Jugendliche, die während der schwarz-blauen Koalition im Rahmen der Beschäftigungsoffensive eingeführt wurde. Das Clearing für behinderte Jugendliche hat sich sehr gut bewährt und soll nun deshalb für benachteiligte Jugendliche generell ausgebaut werden. "Dies zeigt, dass im Rahmen der Beschäftigungsoffensive innovative Projekte entwickelt worden sind, bei denen Nachhaltigkeit groß geschrieben wurde und von denen nun das Gesamtsystem profitieren kann", betont Huainigg abschließend.

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