VP-Stiftner ad Mariahilfer Straße: Flopgefahr wächst

Wien (OTS) - "Wenn die Verkehrsstadträtin bei der Mariahilferstraße den Kurs beibehält, so ist nach der Tarifreform der Wiener Linien damit der nächste grüne Flop bereits vorprogrammiert", so der Infrastruktursprecher der ÖVP Wien, LAbg. Roman Stiftner zu den Ergebnissen des Auftaktes für das Projekt Mariahilfer Straße neu, der heute stattgefunden hat.

Anstatt die von der selber beauftragten Consultingsfirma als beste Variante genannte Einbahnregelung vom Getreidemarkt bis zur Kaiserstraße näher zu untersuchen, scheint diese unter den präsentierten Varianten gar nicht mehr auf. "Es ist unerklärlich, dass die Stadträtin um Steuergeld eine verkehrswissenschaftliche Empfehlung in Auftrag gibt, und dann deren Ergebnis einfach negiert. Bei dieser Vorgangsweise hätte man gar keine Experten beauftragen müssen, wenn man die einzige vernünftige Variante, die noch dazu empfohlen wurde, gar nicht mehr weiterverfolgt", so Stiftner wörtlich.

Um den Widerstand des grünen Neubauer Bezirksvorstehers gegen die Fußgängerzonen-Variante zu brechen, sind nur noch Schmalspurversionen zur Neugestaltung der Fußgängerzone zur Diskussion gestellt, mit denen niemand wirklich zufrieden sein kann. Darüber hinaus ist bei diesen Vorschlägen noch immer nicht geklärt, wie man den Lieferverkehr trotz Fußgängerzone im bisher notwendigen Ausmaß garantieren könne. Weiters keine Klarheit gibt es auch zu den dann erforderlichen Ersatzparkplätzen, die wegen der drohenden Parkplatzverluste infolge des Umbaus der Mariahilfer Straße dringend erforderlich sein werden. Auch die Befürchtungen der Anrainerinnen und Anrainer, dass es zu einer Verdrängung des Verkehrs in die angrenzenden Bezirke kommen könnte, konnte bisher nicht ausgeräumt werden. "Wichtige auch für die gestartete Bürgerbeteiligung notwendige Entscheidungsgrundlagen werden einfach von der Verkehrsstadträtin nicht herausgegeben, damit ist keine Bürgermitbeteiligung möglich", so der Infrastruktursprecher.

Diese Vorgangsweise zeigt, dass zu dem jahrelangen Stillstand in der Verkehrspolitik durch die grüne Regierungsbeteiligung nun auch noch das Chaos in der Wiener Verkehrspolitik Einzug hält. Jetzt hieße es zurück an den Start, um die vorgestellten Varianten noch einmal näher zu untersuchen und die Zahlen dann vorzulegen. "So wie die Verkehrsstadträtin nun vorgeht, kommt sicherlich die schlechteste Variante zur Realisierung und das hat sich die Mariahilfer Straße nicht verdient", so Stiftner abschließend.

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