Brauner übernimmt Präsidentschaft des VÖWG

Brauner: "Öffentliche Wirtschaft garantiert sozialen Ausgleich und wirtschaftliche Entwicklung" - Spitzenverband vertritt 128 Unternehmen mit öffentlicher Beteiligung

Wien (OTS) - Vizebürgermeisterin Renate Brauner folgt Stadtrat Christian Oxonitsch als Präsidentin des Verbandes der öffentlichen Wirtschaft und Gemeinwirtschaft Österreichs (VÖWG). Brauner wurde gestern, Mittwoch Abend, einstimmig von den Delegierten des Verbandes gewählt. "Die öffentliche Daseinsvorsorge - vom öffentlichen Nahverkehr über die Energieversorgung bis hin zu den Spitälern -bildet die Grundlage für die hohe Lebensqualität und den Wirtschaftsstandort Österreich. Darum werde ich mich mit aller Kraft dafür einsetzen, dass öffentliche Dienstleistungen weiterhin im allgemeinen Interesse und in höchster Qualität von kompetenten Unternehmen direkt vor Ort erbracht werden," sagte Wiens Vizebürgermeisterin und Stadträtin für Finanzen, Wirtschaftspolitik und Wiener Stadtwerke als neue Verbandspräsidentin.

Brauner: Auf öffentliche Wirtschaft ist Verlass

"Für viele lautet das Patentrezept noch immer Liberalisierung und Privatisierung. Zahlreiche Negativbeispiele in Europa sind allerdings der Beleg dafür, dass Privatisierungen die Leistbarkeit, die Zugänglichkeit und die Qualität gerade jener Dienste gefährden, die für die Menschen im Alltag so wesentlich sind" so Brauner weiter. "Insbesondere im Bereich der Grundversorgung liefern die Märkte nachprüfbar nicht die gewünschten Ergebnisse. Daher brauchen wir Dienstleistungen, auf die sich die Menschen verlassen können. Das hat sich gerade in der Krisenphase nach 2008 ganz klar gezeigt - ohne die Investitionsmotoren in der öffentlichen Wirtschaft wäre ein gezieltes Gegensteuern sehr schwierig gewesen", so Brauner.

VÖWG und CEEP mit starker Stimme in Brüssel

Der Schwerpunkt ihrer Arbeit werde angesichts der aktuellen Diskussion über die öffentlichen Finanzen in Europa einerseits in der Erhaltung der Spielräume der Unternehmen im öffentlichen Eigentum stehen. Andererseits müsse in der Öffentlichkeit noch stärker unterstrichen werden, welche gesamtgesellschaftlich ausgleichende Rolle diese Unternehmen spielen. "In Österreich ist das Funktionieren dieser Dienste gewährleistet und ist für die Menschen eine Selbstverständlichkeit. Mir ist wichtig, dass das so bleibt und nicht durch die Hintertür negative Entwicklungen angestoßen werden", so Brauner.

Daher werde man wie bisher das Hauptaugenmerk auf effektives, nämlich frühzeitigen Auftreten auf internationaler Ebene, insbesondere in Brüssel legen. Brauner dankte ihrem Vorgänger Stadtrat Christian Oxonitsch insbesondere für die konsequente Modernisierung des Verbandes. "Der VÖWG ist heute eine kleine, aber schlagkräftige und gut vernetzte Einrichtung mit großem Potenzial. Daran werden wir anknüpfen", so Brauner.

Zahlen und Fakten zum VÖWG

Der VÖWG vertritt die Interessen der öffentlichen Wirtschaft, vor allem im Bereich der Daseinsvorsorge (der Dienstleistungen von öffentlichem Interesse), und ist Teil der europäischen Sozialpartner. Als österreichische Sektion des Zentralverbands der öffentlichen Wirtschaft Europas (CEEP) arbeitet er direkt an der Entstehung von europäischen Gesetzen mit. Darüber hinaus nützt der Verband als Mitglied des Internationalen Forschungs- und Informationszentrums für Gemeinwesen (CIRIEC) internationale Expertisen und Kontakte. Auf diese Weise wahrt er die Interessen seiner Mitglieder und kann so europäische Wirtschafts- und Sozialpolitik wirksam mitgestalten.

VÖWG: 128 Mitglieder in öffentlichem Eigentum bzw. mit öffentlicher Beteiligung

Daseinsvorsorge umfasst neben der öffentlichen Infrastruktur (vgl. Personenverkehr, Wasser, Energie, Abfall) auch Bildung, Kinderbetreuung, Gesundheit, Kultur und soziale Dienste. Der seit 1952 bestehende VÖWG hat 128 Mitglieder, darunter Unternehmen aus zahlreichen Geschäftsfeldern wie beispielsweise die Holding Graz, die Linz AG, die Wiener Stadtwerke, den Flughafen Salzburg, die ASFINAG und die ÖBB. Seit 2010 fungiert die EU-Expertin Heidrun Maier-de Kruijff als Geschäftsführerin des VÖWG.

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