FPÖ-Mölzer: Barroso-Vorschlag zur Einführung von Eurobons ist abzulehnen

Politische Einfallslosigkeit der EU-Kommission führt in Sackgasse - Nicht Vergemeinschaftung der Schulden, sondern Austritt der Pleitestaaten aus Euro-Zone löst das Problem

Wien (OTS) - Entschieden wies heute der freiheitliche Delegationsleiter im Europäischen Parlament, Andreas Mölzer, Vorschläge von EU-Kommissionspräsident Jose Manuel Barroso zur Einführung sogenannter Eurobonds zurück. "Eurobonds, also gemeinsame Anleihen der Euro-Länder, bedeuten nichts anderes als eine Vergemeinschaftung der Schulden. Dieser Vorschlag ist abzulehnen, weil die erfolgreichen Volkswirtschaften der Euro-Zone wie Österreich oder Deutschland bereits jetzt durch die verschiedenen Rettungsschirme und Hilfspakete über Gebühr belastet werden", betonte Mölzer.

Zudem zeige Barrosos Vorstoß, so der freiheitliche EU-Mandatar, die politische Einfallslosigkeit der Europäischen Kommission. "Einmal eingeschlagene Wege werden zu Ende gegangen, auch wenn sie direkt in eine Sackgasse führen. Dabei liegt auf der Hand, dass damit Probleme nicht gelöst, sondern nur noch weiter verschlimmert werden", kritisierte Mölzer.

Anstatt untaugliche Konzepte zum wiederholten Male aufzuwärmen, forderte der freiheitliche Europaabgeordnete von EU-Kommissionspräsident Barroso mehr Kreativität. "Es muss unbedingt verhindert werden, dass die wirtschaftlich gesunden Mitglieder der Währungsunion von den Pleitestaaten angesteckt werden. Daher sind nicht die Schulden auf die gesamte Euro-Zone aufzuteilen, sondern es ist die Möglichkeit des Austritts von Problemstaaten aus der Währungsunion zu schaffen", schloss Mölzer.

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