ÖAMTC-Vergleichstest von motorunabhängigen Pkw-Innenraumheizungen (+ Foto)

Konventionelle Standheizung überzeugt im Test mit bester Heizleistung; Verbesserungsbedarf bei Alternativen

Wien (OTS) - Die Temperaturen fallen und am frühen Morgen sieht
man bereits die ersten Autofahrer, die mit Handschuhen und Eiskratzer bewaffnet vor ihrem Fahrzeug stehen. Mittlerweile gibt es Zubehör, das dieser unangenehmen Arbeit den Garaus machen soll. Der ÖAMTC hat daher in Zusammenarbeit mit seinen Partnerclubs in einer Klimakammer winterliche Verhältnisse simuliert und drei Heizsysteme für den Pkw-Innenraum getestet. Zum Konzeptvergleich traten neben einer konventionellen Standheizung (Webasto TT Evo 5) ein elektrisches Standheizungssystem (DEFA Termini 1850) und ein Akku-Scheibenenteiser (ivt) gegeneinander an. Die Testkandidaten haben wurden im Kriterienvergleich mit "gut", "befriedigend" und "genügend" bewertet. Überprüft wurden die Produkte in den Kriterien "Enteisen der Frontscheibe", "Mobilität", "Umwelteinfluss" und "Bedienung".

Der ÖAMTC-Vergleich zeigt, dass die meisten Fahrzeugbesitzer mit einer herkömmlichen Standheizung am besten bedient sind. "Diese Systeme funktionieren unabhängig vom Stromnetz und haben eine gute Heizleistung. Damit ist auch bei tiefen Temperaturen ein eisfreies und gut vorgewärmtes Auto gewährleistet", erklärt ÖAMTC-Techniker Steffan Kerbl. Wer einen Parkplatz in der Nähe einer Steckdose hat, kann alternativ auf eine elektrische Standheizung zurückgreifen. Der Vorteil: Zum Betrieb wird kein Kraftstoff benötigt und die Starterbatterie wird nicht belastet. Der Akku-Scheibenenteiser konnte im ÖAMTC-Test hingegen nicht überzeugen. "Dieses netzunabhängige System hat schlicht zu wenig Heizleistung, um die Frontscheibe zufriedenstellend abzutauen", kritisiert Kerbl.

Die Ergebnisse im Detail

* Konventionelle Standheizung (ÖAMTC-Wertung: "gut"): Das System wird mit Kraftstoff und Starterbatterie betrieben. "Die Standheizung sorgt innerhalb von 30 Minuten für angenehme Innenraum-Temperaturen und eisfreie Scheiben. Auch das Kühlwasser wird von der Heizung vorgewärmt", erklärt der ÖAMTC-Techniker. Die herkömmliche Standheizung kann überall im Freien verwendet werden. Der Nachteil:
Im Betrieb werden Abgase erzeugt, Kraftstoff verbraucht und die Batterie belastet.

* Elektrische Standheizung (ÖAMTC-Wertung: "befriedigend"): Der Betrieb erfolgt mittels Strom aus der Steckdose, die Starterbatterie wird nicht belastet. Da auch kein Kraftstoff nötig ist, wird vor Ort kein Schadstoffausstoß erzeugt. Das System wärmt sowohl Innenraum als auch den Motor vor. Die Heizleistung ist nur unwesentlich schwächer als bei der konventionellen Standheizung. "Der Nachteil des Systems ist die Netzabhängigkeit. Der Betrieb ist nur in der Nähe einer Steckdose möglich", schildert der ÖAMTC-Experte.

* Akku-Scheibenenteiser (ÖAMTC-Wertung: "genügend"): Diese Geräte betreiben mit einem Batteriepaket einen elektrischen Heizlüfter. "Der Akku-Scheibenenteiser dient lediglich dem Enteisen der Frontscheibe. Der Innenraum kann mit der noch Motor können mit der vorhandenen Kapazität vorgewärmt werden", erläutert der ÖMATC-Techniker. Die Akkuheizung ist zwar im geladenen Zustand netzunabhängig, muss aber vorher an der Steckdose aufgeladen werden. Das ist zwar auch über den Zigarettenanzünder möglich, wird vom Hersteller aber nicht empfohlen.

Informationen zu allen getesteten Produkten und weitere Tests des ÖAMTC findet man unter www.oeamtc.at/tests.

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