Heinzl: Nicht alles "auf Schiene" - Technische Service-Werk der ÖBB in St. Pölten sichern und "neu aufstellen"

ÖBB-Managementfehler der Vergangenheit dürfen nicht die Zukunft der Eisenbahn bestimmen!

St. Pölten, (OTS/SPI) - Die SPÖ Bezirksorganisation St. Pölten spricht sich gegen eine Kahlschlagpolitik des ÖBB-Managements aus und fordert kreative Lösungen am Beispiel des Technischen Service-Werks der ÖBB in St. Pölten. Kolportiert wird derzeit für den Standort St. Pölten ein massiver Personalabbau. Für SPÖ Bezirksvorsitzenden und SPÖ-Bundesverkehrssprecher NR Anton Heinzl wurde mit der Zusicherung des Weiterbestands des TS-ÖBB-Standortes St. Pölten ein erster Schritt in die richtige Richtung gesetzt - aber nun derart massive Personalabbaupläne zu wälzen, sprengt jeden zumutbaren Rahmen. Heinzl: "Nun ist es an der Zeit, dass das Management aus Fehlern der Vergangenheit lernt und nicht die gleichen Fehler wieder passieren!"

"Derzeit arbeiten am Standort St. Pölten rund 600 MitarbeiterInnen. Der kolportierte Abbau von 400 MitarbeiterInnen ist ein Abbau von zwei Drittel der Beschäftigten und kann so nicht hingenommen werden. Nicht die Arbeitsverlegung Richtung Osteuropa kann das Ziel kreativen Managements sein, sondern die innovative Entwicklung des Technischen Service soll die Herausforderung der Zukunft werden. Leider bestätigt sich vielmehr der Eindruck, dass das Spitzenmanagement der ÖBB an einem planlosen Arbeitsplatz-Reduktionsprogramm arbeitet - und zwar um Kosten ebenso planlos vermeintlich zu senken. Dabei wird völlig außer Acht gelassen, dass Fixkosten, wie beispielsweise unkündbare MitarbeiterInnen und beim Anlagevermögen, weiterhin bestehen bleiben", so der St. Pöltner SPÖ-Politiker.

"Die St. Pöltner SPÖ stellt die klare Forderung auf, dass die ÖBB ihrem Namen gerecht werden müssen und als wichtiger Verkehrsbetreiber in unserer Republik auch den österreichischen Standort vertreten und schützen", so Heinzl weiter. So wurde mit dem Ausbau der Lehrwerkstätte in St. Pölten ein Kompetenzzentrum geschaffen, das jungen Menschen alle Möglichkeiten einer modernen High-Tech Ausbildung bietet. Eine richtige und wichtige Unternehmensentscheidung für Heinzl, die erst vor wenigen Wochen durch Verkehrsministerin Doris Bures entsprechend gewürdigt wurde.

Genauso fortschrittlich und weitsichtig die ÖBB in der Lehrlingspolitik agieren, muss das Management auch im Hinblick auf neue Geschäftsfelder am Standort St. Pölten lösungs- und konsensorientiert arbeiten. Heinzl: "Innovation und konstruktives Handeln darf von einem Management dieser Konzerngröße durchaus erwartet werden. Eine Misswirtschaft beim ÖBB-Management, wie in überwundenen Zeiten der schwarzblauen Regierung, sollte jedenfalls nicht Ziel und Philosophie des aktuellen Managements sein!"

Für Johann Hell, ebenso SPÖ-Nationalrat des Wahlkreises NÖ Mitte und selbst ÖBB-Bediensteter, gibt es wichtige technische und infrastrukturpolitische Gründe, den Standort St. Pölten in der derzeitigen Stärke zu erhalten. Hell: "St. Pölten ist als Standort der Ausstattung, der Wartung und der Reparatur von Waggons, Triebfahrzeugen und Triebwägen ein hochqualifizierter Standort mit bestens ausgebildeten und kompetenten MitarbeiterInnen. So sind beispielsweise die derzeit vorhandenen 24 Stück Triebwagen 5047, wichtige Verkehrsmittel des regionalen und überregionalen Nahverkehrs, in jeder Hinsicht am Standort St. Pölten bestens aufgehoben und deren Wartung muss auch hier verbleiben."

Seitens der SPÖ Bezirksorganisation St. Pölten ist der ständige Kontakt mit den Belegschaftsvertretern selbstverständlich und ein allfälliges "Drüberfahren" über die fleißigen und täglich hart arbeitenden Eisenbahnerinnen und Eisenbahner durch das Management nicht nur entbehrlich, sondern auch schädlich für den Wirtschaftsstandort Österreich. "Wir werden in Solidarität und Verbundenheit zur Eisenbahnerstadt St. Pölten entschlossen und konsequent für das Technische Service-Werk NEU eintreten, um Qualität an Arbeitsleistung aber auch Quantität innerhalb der Belegschaft zu ermöglichen. An der Umsetzung einer zukunftsträchtigen und Arbeitsplatz sichernden Strategie werden wir das Spitzenmanagement der ÖBB messen", so Heinzl abschließend.

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NR Anton Heinzl
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