Prostitutionsgesetz wirkt

Steuerungsgruppe tagte erstmals nach in Kraft treten des Gesetzes:

Wien (OTS) - Heute Mittwoch hat erstmals seit in Kraft treten des neuen Wiener Prostitutionsgesetzes die Steuerungsgruppe aus Politik, BezirksvertreterInnen, NGOs und Polizei getagt. Sie hat die Aufgabe das Gesetz zu begleiten, offene Frage- und Problemstellungen zu analysieren und Lösungsvorschläge zu erarbeiten.

Wesentliche Feststellung, die im Rahmen dieser Sitzung von den ExpertInnen getroffen wurde: Es gehen um mehr als die Hälfte weniger Frauen der Straßenprostitution nach und die Wohngebiete sind entlastet.
Die Indoor- Verlagerung hat weiter oberste Priorität, denn Indoor arbeiten heißt für die Frauen sicher arbeiten.
Darüber hinaus ist damit die Zielsetzung verbunden, Wien generell für den Menschenhandel unattraktiv zu machen. Denn Fakt ist: Die Vielfach unter Vorspiegelung falscher Tatsachen über die Grenze gebrachten Frauen machen einen großen Teil der Straßenprostitution aus.

Empfehlung für Auhof wird aufgrund massiver Sicherheitsbedenken zurückgenommen

Von jenen Bereichen, wo Straßenprostitution auch vor in Kraft treten des Gesetzes schon möglich gewesen ist, wird insbesondere der Prater von den Frauen frequentiert. Der Auhof hingegen wird von den Frauen nicht nur schlecht angenommen, sondern stellt ein massives Problem dar. Die Sicherheit der Frauen ist dort nicht gewährleistet. Es wäre daher unverantwortlich die Empfehlung für den Auhof weiter aufrecht zu erhalten.

Hinsichtlich der drei vorgeschlagenen zusätzlichen Erlaubniszonen, sind jetzt die Bezirke am Wort. Im Sinne einer umfassenden Transparenz bei der Umsetzung des Gesetzes geht es nicht nur um die zwingend vorgeschriebene Anhörung der Bezirksvertretungen, sondern um einen intensiven Abstimmungsprozess. Demnächst wird als weiterer Schritt eine Gesprächsrunde mit allen Gürtel- Anrainerbezirken stattfinden.

Begleitende Streetwork ist fixer Bestandteil der Neuregelung der Prostitution in Wien. Die ExpertInnen bieten Beratung für Prostituierte und Hilfestellung für Neuorientierung, wenn Frauen aussteigen wollen. Darüber hinaus stehen die BeraterInnen von SOPHIE-mobil von Montag bis Donnerstag von 10.00 bis 17.00 Uhr unter 0676/88 666 222 auf der Hotline auch für AnrainerInnenfragen rund um das Thema Prostitution zur Verfügung. (schluss)gph

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