Welt-COPD Tag: Schutz der Nichtraucher und Anreize zur Entwöhnung für Raucher

Pharmig fordert strenge Maßnahmen zum Nichtraucherschutz und Anreize zur Raucherentwöhnung

Wien (OTS) - "400.000 an COPD Erkrankte sprechen eine deutliche Sprache. Österreich braucht endlich strengere Bestimmungen zum Schutz der Nichtraucher.", sagte Dr. Jan Oliver Huber, Generalsekretär der Pharmig aus Anlass des heutigen Welt-COPD Tages. Die chronische Lungenerkrankung, die gekennzeichnet ist durch verengte Bronchien, welche für die Symptome Husten, Atemnot und Auswurf verantwortlich sind, bedeutet für die Erkrankten massive Einschränkungen der Lebensqualität und für die Krankenversicherungen Mehrausgaben zur Linderung einer Krankheit, vor der selbst Nichtraucher nicht gefeit seien, so Huber.

Es gebe ja in Europa Vorbilder, an denen sich die österreichische Gesetzgebung orientieren könne, betonte Huber und verwies auf die Initiative "Smokefree Finnland". Dort hat man sich zum Ziel gesetzt, bis zum Jahr 2040 ein rauchfreies Land zu sein. Mehrere Etappen auf dem Weg zum Ziel sind schon realisiert. Seit 2010 ist etwa der Besitz von Zigaretten für Personen unter 18 Jahren nicht gestattet, der Verkauf und die Weitergabe von Zigaretten an Minderjährige ist unter Freiheitsstrafe bis zu sechs Monaten gestellt. Das Ergebnis ist eindeutig: Mit 21 Prozent hat Finnland nach Schweden (16 Prozent) die zweitniedrigste Raucherquote unter den EU-Ländern. (Special Eurobarometer 332 "Tobacco" der Europäischen Kommission). Demgegenüber liegt Österreich mit 34 Prozent unter den Top sechs Raucher-Nationen und über dem EU-Durchschnitt von 29 Prozent. Auch das von der Weltbank ausgearbeitete Ranking "Tobacco Control Scale 2010" stellt Österreich ein vernichtendes Zeugnis aus, was die Bemühungen betrifft, die Anzahl der Raucher zu senken. In dieser Untersuchung belegt Österreich zusammen mit Griechenland den letzten Platz. Die fünf relevanten Kriterien waren dabei: Zigarettenpreise, Werbevorschriften, Tabakgesetzgebung, Warnhinweise und Maßnahmen, welche den Rauchern das Aufhören erleichtern.

Neben strengen Bestimmungen zum Nichtraucherschutz forderte Huber Initiativen und Anreize zur Raucherentwöhnung sowie zur Prävention. "Die Pharmawirtschaft nimmt ihre Rolle als verantwortungsvolle Partnerin im Gesundheitswesen wahr und hat in diesem Jahr eine Nichtraucherkampagne an österreichischen Schulen gemeinsam mit dem Bundesministerium für Gesundheit, dem Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur und der Sporthilfe unterstützt.", betonte der Pharmig-Generalsekretär.

Bei den Alpbacher Gesundheitsgesprächen im Sommer war die Einführung eines strengen Tabakgesetzes einer der "Top 8 Veränderungsvorschläge im Gesundheitswesen", weitere Vorschläge zur Bekämpfung der Folgen des Rauchens waren die Erarbeitung eines Nationalen Aktionsplans für COPD mit allen relevanten Stakeholdern sowie Maßnahmen zur Bewusstseinsbildung, Aufklärung und Information für Erwachsene und Kinder. Alle 18 Veränderungsvorschläge finden Sie auf der Homepage des Europäischen Forums Alpbach www.alpbach.org . Das Europäische Forum Alpbach hat die Alpbacher Gesundheitsgespräche 2011 gemeinsam mit der Pharmig durchgeführt.

Über die Pharmig: Die Pharmig ist die freiwillige Interessenvertretung der österreichischen Pharmaindustrie. Derzeit hat der Verband 120 Mitglieder (Stand November 2011), die den Medikamenten-Markt zu fast 100 Prozent abdecken. Die Mitgliedsunternehmen der Pharmig bieten Arbeitsplätze für ca.10.000 Beschäftigte.

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