Pirker/Rübig: "Die EU zeigt ihr soziales Gesicht"

EU unterstützt österreichische LKW-Fahrer, die in Wirtschaftskrise Arbeitsplatz verloren haben

Straßburg, 16. November 2011 (OTS) Das EU-Parlament hat heute beschlossen, 3,64 Millionen Euro aus dem Europäischen Globalisierungsfonds (EGF) für 502 entlassene Arbeitnehmer aus 706 Transportunternehmen aus Nieder- und Oberösterreich zur Verfügung zu stellen. "Damit zeigt die EU ihr soziales Gesicht. Es ist an der Zeit, endlich mit dem unsinnigen Vorurteil aufzuräumen, die EU käme 'nur den Konzernen und Banken' zu Gute. Der Globalisierungsfonds
der EU hilft Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern, die durch die Wirtschaftskrise oder durch Auswirkungen der Globalisierung ihren Arbeitsplatz verlieren", erklärt dazu Hubert Pirker, Verkehrssprecher der ÖVP im EU-Parlament. „Wenn es hart auf hart kommt, lässt die Europäische Union kleine und mittlere Unternehmen nicht alleine im Regen stehen", freut sich Paul Rübig, Budgetsprecher der ÖVP im Europaparlament über den heutigen Beschluss. ****

„Die Vergabe von Mitteln aus dem Globalisierungsfonds unterliegt strengen Auflagen. Die Antragsteller müssen nachweisen, dass die erfolgten personellen Maßnahmen tatsächlich die Folge von globalisierungs- oder krisenbedingten Umwälzungen sind", erläutert Rübig. Alle ÖVP-Abgeordneten haben heute für die Mobilisierung der Gelder zugunsten der österreichischen Arbeitnehmer und Betriebe gestimmt.

Pirker fordert eine transparente Abwicklung der Maßnahmen: „Das für die Durchführung in Österreich zuständige Sozialministerium hat bisher keine Auskünfte gegeben, wie die geplanten Maßnahmen aussehen sollen, mit denen die betroffenen LKW-Fahrer im Arbeitsmarkt gehalten werden sollen. Das Arbeitsmarktservice muss jetzt dafür sorgen, dass die betroffenen Arbeitnehmer und der Transportsektor als Ganzes wirklich von den Geldern profitieren.“

Aus dem Europäischen Globalisierungsfonds sind insgesamt bereits 18 Mio. Euro für österreichische Arbeitnehmer zur Verfügung gestellt worden. Daraus werden Berufsorientierungsmaßnahmen, individuell angepasste Aus- und Weiterbildungen, Betriebspraktika, Schritte in die Selbständigkeit, Unternehmensgründungen, Mobilitätsbeihilfen sowie konkrete Unterstützung zur Arbeitsuche finanziert. Die technische Abwicklung erfolgt in Österreich über das Arbeitsmarktservice.

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