Öllinger: Luxuspensionserhöhung für ehemalige SpitzenpolitikerInnen statt Verbesserung für niedrigste Pensionen

NormalpensionistInnen bekommen 26 Euro mehr im Monat, SpitzenpensionistInnen 89 Euro

Wien (OTS) - Geradezu skurril sind nach Ansicht von Karl Öllinger, Sozialsprecher der Grünen, die Verhandlungsergebnisse zur Pensionserhöhung 2012: "Die Pensionistenvertreter Khol und Blecha sind ausgezogen, um etwas für die Menschen mit kleinen Pensionen zu tun und kommen mit einem Ergebnis zurück, das extrem hohe Pensionen stärker erhöht als Durchschnittspensionen."

"Wer eine Durchschnittspension von 960 Euro bezieht, erhält 2012 zusätzliche 26 Euro. BezieherInnen einer extrem hohen Pension von 5940 Euro bekommen hingegen mehr als 89 Euro dazu", erläutert Öllinger. "Diese Form der Pensionserhöhung ist sozialpolitischer Unsinn. Mehr als ein Viertel der alleinstehenden Pensionistinnen leben unterhalb der Armutsgefährdungsschwelle. Blecha, Khol, Faymann und Spindelegger ist das offensichtlich egal, solange ehemalige SpitzenbeamtInnen und Spitzenpolitiker mit Superpensionen eine ordentliche Erhöhung bekommen."

Die Grünen treten für einen vollen Inflationsausgleich bis zur ASVG-Höchstpension ein. Im Gegenzug können niedrige Pensionen stärker angehoben werden, um Altersarmut in Österreich zu reduzieren. "Besonders skurril ist die Luxuserhöhung für Spitzenpensionen auch deshalb, weil sie just an jenem Tag vereinbart wurde, an dem Faymann und Spindelegger mit ihren Kürzungsphantasien unter dem Titel Schuldenbremse und dem Regierungsbeschluss zum Generationenscan in die Öffentlichkeit gegangen sind. Da müssen sich doch die BürgerInnen verhöhnt fühlen," sagt Öllinger.

Rückfragen & Kontakt:

Die Grünen
Tel.: +43-1 40110-6697
presse@gruene.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | FMB0001