NEWS-exklusiv: Neue Indizien gegen die "Eiswitwe"

Estibaliz C. soll im Sommer 2010 per Internet Gift gekauft haben

Wien (OTS) - Seit Wochen wird die Meldung in Medien kolportiert:
Estibaliz C., die unter dem dringenden Verdacht steht, zwei Männer erschossen, zerstückelt und im Keller ihres Eissalons einbetoniert zu haben, hätte möglicherweise auch versucht, mit Gift zu morden. Details zu dieser Beschuldigung waren bislang jedoch nicht bekannt.

Wie NEWS nun exklusiv in seiner am kommenden Donnerstag erscheinenden Ausgabe berichtet, verfügt die Justiz über zahlreiche neue Indizien gegen die "Eiswitwe". Bei der Obduktion von Manfred H. (einem der beiden mutmaßlichen Opfer der Frau) wurden an dessen Nieren und der Leber enorme Schädigungen festgestellt, die auf eine "Vergiftung durch nicht in Lebensmitteln oder Alkohol vorkommende Inhaltsstoffe" hinweisen.

Im Juli 2010, fünf Monate vor dem Erschießungstod des 47-Jährigen, soll Estibaliz C. (wie Überprüfungen ihres PCs ergaben) online ausgiebig zum Thema "Giftmord" recherchiert und bei einem deutschen Buchversand ein "einschlägiges" pharmazeutisches Nachschlagewerk bestellt haben. Kurz darauf hätte die "Eiswitwe", ebenfalls per Internet, bei einem Gartenbaucenter unter Verwendung ihrer Kreditkarte Saatgut zweier tropischer Pflanzen erstanden. Samen, vor deren Verzehr ausdrücklich gewarnt wird, da sie hochwirksame Gifte enthalten.

In den letzten Monaten seines Lebens litt Manfred H. an mysteriösen Erkrankungen des Magen-Darm-Trakts; wurde mehrfach in Spitäler eingeliefert, wo die Ärzte Lebensmittelvergiftungen oder Virusinfektionen diagnostizierten.

Gegenüber ihrem Anwalt Rudolf Mayer gab die Mordverdächtige mittlerweile zu, im Sommer 2010 die gefährlichen Pflanzensamen gekauft zu haben. "Aber meine Mandantin", so der Verteidiger, "versicherte mir, dass sie diese niemals Manfred H. verabreicht hat." Laut Auskunft der 33-Jährigen hätte sie im Zuge schwerer Depressionen vorgehabt, sich mit den (toxikologisch kaum nachweisbaren) Giften selbst zu töten.

Rückfragen & Kontakt:

Sekretariat NEWS
Chefredaktion
Tel.: (01) 213 12 DW 1103

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NES0004