Gold- und Silbermedaille für Österreich bei "Energiemanagement - EM

Bestes "Mannschaftsergebnis" beim EUREM-Award 2011 - Standortsicherung durch Energieersparnis

Wien (OTS/PWK818) - Bei der Verleihung der Awards für die europäischen Energiemanager (EUREM) des Jahres 2011 hat die österreichische Wirtschaft hervorragend abgeschnitten: Das Energieeinsparprojekt am Standort Opel Wien-Aspern gewinnt in der Kategorie Großbe-triebe den ersten Hauptpreis. In der Kategorie Mittelbetriebe geht ein zweiter Platz an Österreich, bei den Kleinbetrieben belegt Österreich den vierten Platz.

Die weiteren Haupt- und Anerkennungspreise dieser "Europameisterschaft" verteilen sich auf Spanien, Frankreich, Slowenien, Deutschland, Finnland und an das Veranstalterland Tschechien.

Die prämierten österreichischen Projekte:

- In der Kategorie Großbetriebe gewann der Energiemanager Roman Szegner von Opel Wien GmbH den ersten Preis mit dem absoluten Punktemaximum für sein Projekt "Optimierung der Drucklufterzeugung". Das teilweise schon umgesetzte Projekt erspart jährliche Energiekosten im Ausmaß von 380.000 Euro und amortisiert sich in 16 Monaten. Außerdem kann ein externer Kessel abgeschaltet werden, der bisher Wärme ins Werk lieferte, da nunmehr Abwärme des betriebseigenen Druckluftsystems genutzt wird. Leerlauf von Kompressoren wird künftig durch frequenzgeregelte Kompressoren vermieden.

- Als zweitbestes Projekt in der Kategorie Mittelbetriebe wurde das Projekt von Dipl. Ing. Gernot Pichorner der Palfinger Europe GmbH vom Standort Friedburg/Lengau zur "Optimierung eines Luft-Luft Wärmetauschers im Bereich KTL-Lackieranlage" prämiert.

- Einen dritten Platz in der Kategorie Kleinbetriebe errang Ing. Helmut Hackl von der Firma Baumit für seine "Druckluftoptimierung im slowakischen Zementwerk Rohoznik".

Alle Siegerprojekte zeichnen sich durch hohe Einsparungserfolge und kurze Amortisationsdauern aus und werden auch tatsächlich umgesetzt. Die beträchtlichen Einsparungen von Energiekosten unterstützen die Wirtschaftlichkeit der Standorte und tragen somit zur Standortsicherung bei.

Die Auszeichnungen wurden im Rahmen der dritten europäischen Energiemanagerkonferenz verliehen, die auf Einladung der Deutsch-Tschechischen Industrie- und Handelskammer in Prag stattfand. Rund 200 Energieexperten aus Europa, darunter eine starke österreichische Delegation, tauschten ihre Erfahrungen und Erfolge mit Energieeinsparungsprojekten in zwölf Themenbereichen - von Kälteanlagen und Wärmerückgewinnung bis hin zu Beleuchtung und energiesparenden Informations- und Kommunikationstechnologien - aus. Der Erfahrungsaustausch ermöglicht, dass innovative Lösungen schnell bekannt werden. Die Konferenzteilnehmer kommen aus den Lehrgängen für europäische Energiemanager, die derzeit in 10 europäischen Ländern angeboten werden.

Der Lehrgang ist selbst auch eine gefragte Marke, denn immer mehr Länder wollen ihn übernehmen. Derzeit stößt gerade das Trio Ungarn, Moldawien und Türkei zur EUREM-Gruppe dazu.

Vincent Berruto von der Europäischen Agentur für Wettbewerbsfähigkeit und Innovation unterstrich, dass die Ausbreitung des Energiemanagements in Europa ein Herzstück für die europäische Energiepolitik sei, die das über Jahrzehnte zu beobachtende Wachstum des Energieverbrauchs stoppen will. Er dankte dem EUREM-Netzwerk dafür, dass nun schon 2.500 Energiemanager die Energieflüsse in den europäischen Betrieben optimieren.

Energieexperte Stephan Schwarzer von der Wirtschaftskammer Österreich berichtete von der Erfolgsstory der österreichischen EUREM-Familie, die heuer durch einen weiteren Standort in Vorarlberg erweitert wurde. In Summe hat Österreich schon 298 Absolventen hervorgebracht, womit schon jeder achte europäische Energiemanager aus Österreich kommt.

"Letztlich schlägt sich in der stattlichen österreichischen Ausbeute an Auszeichnungen in Prag nieder, wie positiv die österreichische Wirtschaft mit dem Thema Energiesparen und Energieeffizienz umgeht", so Schwarzer. "Größere Energieverbraucher, die sich noch nicht um das Energiemanagement gekümmert haben, sollten sich im Hinblick auf die bevorstehende EU-Richtlinie bald auf die neuen Vorgaben und Herausforderungen vorbereiten". (PM)

Informationen zu den nächsten EUREM-Lehrgängen der WKÖ in Wien (EUREM 12 und 13), Graz (EUREM 3 des WIFI Stmk) und Bregenz (EUREM 3 eines Vlbg Konsortiums) finden Sie auf www.energymanager.eu und zu EUREM in Österreich unter

http://eforen.ihk-nuernberg.de/ShowCommunity.act?KEY=74

http://portal.wko.at/wk/format_detail.wk?angid=1&stid=611947&dstid=31
&ctyp=1

Rückfragen & Kontakt:

Wirtschaftskammer Österreich, Abteilung für Umwelt- und Energiepolitik
Dr. Stephan Schwarzer
Tel.: Tel.: (++43) 0590 900-4195
up@wko.at
http://wko.at/up

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