Neue Ermittlungen gegen den suspendierten Kriminalisten Franz Pripfl

Der außer Dienst gestellte Fahnder soll eine russische Geschäftsfrau massiv bedroht haben. Jetzt blüht ihm neue Anklage.

Wien (OTS) - Wie das Nachrichtenmagazin NEWS berichtet, droht dem 53jährigen ehemaligen Spitzenpolizisten Franz Pripfl nach seiner -nichts rechtskräftigen - Verurteilung wegen zu großer Nähe zum Rotlicht nun ein weiteres Strafverfahren. Am Wiener Landesgericht wird in einer weiteren Causa ermittelt, die den Leumund des Ex-Fahnders erneut schwer belasten könnte. Es werden Aussagen geprüft, die Pripfl gegenüber eine russisch stämmigen Geschäftsfrau getätigt haben soll. Als die Frau im April dieses Jahres nicht imstande war, das ihr von Pripfl geborgte Geld (rund 30.000 Euro) zurückzuzahlen, soll dieser ihr gedroht haben, sie "einsperren zu lassen". Einmal soll er dabei angegeben haben, ein "großer Rotlichtboss" zu sein, der gute Kontakte zu den Wiener Größen wie "Rocky" oder "Repic, der Zopf" hätte. Ein anderes Mal wieder bezeichnete sich Pripfl gar als "Polizeichef". Zudem soll Pripfl von der Russin einen "Wucherzinssatz" von 17 Prozent verlangt haben. Letztlich, so die Aussage der Frau bei der Polizei, hätte ihr Pripfl sogar geraten, einen Drogenhadel aufzuziehen.
Dem Vernehmen nach wird gegen Pripfl wegen des Tatverdachtes des Amtsmissbrauchs, der gefährlichen Drohung und Anstiftung zu einer strafbaren Handlung ermittelt.
Er selbst bestreitet gegenüber NEWS diese Vorwürfe vehement. Es gilt die Unschuldsvermutung.

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