Pirker: Barrierenabbau bei der Bahn ist längst überfällig!

EVP-Fraktion im EU Parlament fordert weitere Liberalisierung des Eisenbahnmarktes

Straßburg 16. November 2011 (OTS) "Im Europäischen Eisenbahnverkehr dominieren Monopole und behindern
unterschiedliche Stromarten, Sicherheitsanforderungen und
Spurweiten den Ausbau von grenzüberschreitendem
Schienenverkehr", sieht Hubert Pirker, Verkehrssprecher
der ÖVP im Europaparlament Handlungsbedarf im
Eisenbahnsektor. ****

Die Linie der Europäischen Volkspartei (EVP) zur
Überarbeitung der Rechtsvorschriften für einen
einheitlichen europäischen Eisenbahnraum setzt auf mehr
Effizienz, Wettbewerb und Service. "Die ÖVP will, dass
eine Lokomotive mit einer Wagengarnitur und nur einem
einzigen Bahnticket durchgehend von Warschau über Wien
nach Venedig oder von Paris über Wien nach Bukarest
fahren kann", so Pirker heute in Straßburg. "Wozu ist der Binnenmarkt gut, wenn nach der Landesgrenze die
Klimaanlage im Wagon nicht mehr funktioniert und die
italienische Eisenbahngesellschaft ein Anhalten der österreichischen Züge in Mestre untersagen kann? Die
derzeitigen Hindernisse im Eisenbahnverkehr verleiden
einem nicht nur ein gemütliches Reisen, sondern kosten
auch Zeit, Geld und Energie".

Will Europa die neu festzulegenden Verkehrskorridore,
wie die Baltisch-Adriatische Achse, optimal nutzen,
müssten die bestehenden Barrieren rasch abgebaut werden,
so Pirker. "Mit der heutigen Abstimmung haben wir ein
Signal in Richtung Öffnung des Marktes gegeben und eine attraktivere Gestaltung der Schienenverkehrsdienste für
Fahrgäste und Güterverkehrskunden durchgesetzt. Nur mit
mehr Wettbewerb, besseren Rahmenbedingungen für
Investitionen und starken nationalen
Regulierungsbehörden, die denen auf die Finger klopfen,
die Wettbewerb weiter behindern, ist eine Verbesserung im
Bahnsektor gewährleistet", erklärt Pirker das
Maßnahmenpaket.

Der heutige Beschluss sei zwar noch nicht der große
Wurf, aber der erste Schritt hin zu einem europäischen, einheitlichen und damit wettbewerbsfähigen Schienenmarkt.
"Erst wenn die Barrieren, die im Schienenverkehr
bestehen, zur Gänze abgebaut sind, wird Europa von den
neuen Schienenverkehrskorridoren profitieren und sich die
Wirtschaft entlang dieser Korridore optimal entwickeln
können", weist Pirker auf die Dringlichkeit weiterer
Maßnahmen hin.

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(hubert.pirker@europarl.europa.eu)
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