Ärztekammer: Vorstand fasst Resolution gegen ELGA

Komplette Neuformulierung unter Einbindung der Ärztekammer gefordert

Wien (OTS) - Der Vorstand der Ärztekammer für Wien hat sich in seiner Sitzung gestern, Dienstag, Abend, einstimmig gegen den vorliegenden Gesetzesentwurf zur Elektronischen Gesundheitsakte (ELGA) ausgesprochen und eine komplette Neuformulierung unter intensiver Einbindung der Ärztekammer gefordert. ****

Die Mitglieder des Vorstands bekannten sich zwar zu einem "bestmöglichen Informationsaustausch" aller im Gesundheitswesen Tätigen. Wörtlich hieß es in der Resolution: "Jede freiwillige praktikable Lösung, die die Qualität im Gesundheitswesen verbessert, ist willkommen."

Entschieden abgelehnt wird jedoch der vorliegende Gesetzesentwurf. Dieser verletze "zutiefst das Vertrauensverhältnis zwischen Arzt und Patient", indem er die Verschwiegenheitspflicht von Ärztinnen und Ärzten unterminiere. Weiters sei auch der Datenschutz im vorliegenden Gesetzesentwurf nicht wirklich gelöst.

Statt der Realisierung von ELGA sollte die Politik vielmehr bemüht sein, vermehrt Gelder in die Gesundheitsprävention und den Ausbau der medizinischen Leistungen in Österreich zu investieren, so der Vorstand der Wiener Ärztekammer. (hpp)

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