101 EPU im Portrait: WKO holt erfolgreiche Solo-Unternehmen vor den Vorhang

Leitl: "Wir wollen EPU Anreize geben, um zu wachsen" - Hochhauser: "Kleinste Unternehmen haben gewichtigen Platz am heimischen Standort"

Wien (OTS/PWK816) - Österreichs Wirtschaft ist stark von Ein-Personen-Unternehmerinnen und Unternehmern (EPU) geprägt. 238.000 Solo-Betriebe gibt es hierzulande. Um die Sichtbarkeit der EPU in der Öffentlichkeit zu stärken, haben die Wirtschaftskammern Österreichs ein Buchprojekt umgesetzt: Unter dem Titel "Gesichter - 101 EPU im Portrait" holt die WKO die erfolgreichsten Solo-Unternehmen vor dem Vorhang. Gestern, Dienstag, wurde dieses Buch in der WKÖ-Sky-Lounge präsentiert.

"Ein-Personen-Unternehmer tragen hohes Risiko, viel Verantwortung, sie haben weniger Urlaub als der Durchschnitt der Bevölkerung, sind weniger oft krank und leben drei Jahre länger. Wer sich heute als Unternehmer durchs Leben schlägt, hat Mut, Selbstbewusstsein und Standfestigkeit", zeigte sich Wirtschaftskammerpräsident Christoph Leitl von den EPU und ihrem Mut zum Unternehmertum beeindruckt. "Wir wissen, wo sie der Schuh drückt und die Wirtschaftskammern wollen sie auf ihrem Weg begleiten und unterstützen. Egal ob sie ohne Mitarbeiter langfristig erfolgreich sein wollen oder auf Wachstumskurs sind." Der WKÖ-Präsident hob im Bereich der sozialen Absicherung die Betriebshilfe als Stütze für die EPU und die Lohnnebenkostenförderung hervor, die für den ersten eigenen Mitarbeiter im ersten Jahr gilt: "Wir wollen den EPU Anreize geben, um zu wachsen."

Die feierliche Enthüllung des Buchprojekts nahm WKÖ-Generalsekretärin Anna Maria Hochhauser vor: "Die Wirtschaft hat sich in den vergangenen Jahren stark gewandelt. Während vor einiger Zeit noch große Industriebetriebe das wirtschaftliche Geschehen dominierten, haben wir uns heute zu einer Wissensökonomie entwickelt, in der auch kleinste Unternehmen am heimischen Standort einen gewichtigen Platz inne haben. Das Buchprojekt 'Gesichter - 101 EPU im Portrait' veranschaulicht diese imposante Entwicklung." Darüber hinaus verwies Hochhauser auf den politischen Erfolg, den die Wirtschaft bei den Schwellenwerten der öffentlichen Auftragsvergabe erzielt hat. Schließlich profitieren auch EPU von einer unbürokratischen und fairen Auftragsvergabe in den Regionen. Im kommenden Jahr wird sich die WKÖ verstärkt für die Umsetzung von leichteren Abschreibungsmöglichkeiten des Büros im Wohnungsverband einsetzen.

Wünsche an die Politik äußerten auch die beiden Solo-Entrepreneurs, die ihre Unternehmen vorstellten. Katarzyna Greco, Unternehmensberaterin und Online-Coach, forderte: "Ein bisschen weniger Bürokratie würde uns sehr helfen." Pfeifenschneider David Alexander Wagner übte Kritik am heimischen Bildungssystem: "In meiner gesamten Bildungslaufbahn, sowohl in der Schule als auch auf der Universität, konnte ich kaum Praxiswissen für die Selbstständigkeit mitnehmen bzw. hörte überhaupt vom Unternehmertum. Die Fertigkeiten, die man als Unternehmer braucht, musste ich mir alle selbst erlernen." Diese Forderungen seien Wasser auf den Mühlen der Wirtschaftskammer, unterstrich WKÖ- Generalsekretärin Hochhauser:
"Mit unserer Lehrlingsausbildung sind wir ein Best-Practice in Europa, doch das Schulsystem muss besser werden. Die Schule ist gefordert, jungen Menschen unternehmerisches Denken und kaufmännische Fertigkeiten zu vermitteln, denn sie sind unsere Unternehmer von morgen." (AC)

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