Gute Nachrichten zum Weltdiabetestag: erstens die Krankheit kann vermieden werden, zweitens "Therapie Aktiv-Diabetes im Griff" wirkt!

Diabetes bedroht weltweit die Gesundheit.

Wien (OTS) - Weltweit ist die Gesundheit der Bevölkerung von
vier großen chronischen Krankheiten bedroht, eine davon ist Diabetes. Im September 2011 hat sich deshalb die Generalversammlung der Vereinten Nationen das zweite Mal in Ihrer Geschichte mit Gesundheit befasst, um die dramatische Zunahme an chronischen Erkrankungen zu thematisieren.

Die vier Risikofaktoren sind: falsche Ernährung, Mangel an Bewegung, Rauchen und Alkohol. Das maßgebliche Problem ist kurz gesagt der Lebensstil. ÖsterreicherInnen haben ein hohes Risiko zu erkranken. Derzeit gibt es in Österreich rund 400.000 DiabetikerInnen. Eine hohe Dunkelziffer wird vermutet, genauere Zahlen gibt es aber nicht.

Insgesamt notwendig sind zwei Strategien: Zum einen soll eine verstärkte Gesundheitsförderung und Prävention die hohe Zahl an Neuerkrankungen reduzieren. Zum anderen ist eine umfassende und strukturierte Behandlung für PatientInnen notwendig, wie sie im Rahmen des Disease Management Programms "Therapie Aktiv-Diabetes im Griff" angeboten wird.

Durch Gesundheitsförderung und Prävention kann die Krankheit verhindert werden.

Die Strategie der Sozialversicherung setzt an den zentralen Lebensstilfaktoren Ernährung, Bewegung, und Rauchen an. Mit dem "Aktionsplan Ernährung" des Bundesministeriums für Gesundheit ist ein wichtiger Schritt erfolgreich umgesetzt worden, ein "Aktionsplan Bewegung" wird gerade erarbeitet.

Um gesunde Lebenswelten zu schaffen, müssen wir jedoch verstärkt in Richtung einer gesundheitspolitischen Gesamtstrategie gehen. Eine Chance dazu bietet der laufende Prozess zur Erarbeitung von Gesundheitszielen. Eine ganze Reihe von Ministerien sind in die Entwicklung dieser Ziele eingebunden.

Gute Nachricht für Erkrankte: "Therapie Aktiv-Diabetes im Griff" wirkt!

Um die Lebensqualität zu erhöhen und die teils dramatischen Folgeerkrankungen möglichst zu verhindern, ist eine ganze Reihe strukturierter Maßnahmen notwendig: Lebensstilveränderungen, therapietreue Medikamenteneinnahme und regemäßige Kontrolluntersuchungen wie z. B. der Augen und der Füße. "Therapie Aktiv-Diabetes im Griff" bietet dazu eine Hilfestellung sowohl für ÄrztInnen als auch für PatientInnen.

Ein zentrales Element ist, dass ÄrztInnen und PatientInnen gemeinsam an der Verbesserung des Gesundheitszustandes arbeiten. Zielvereinbarungen, die der Patient mit dem Arzt unter Berücksichtigung der persönlichen Lebensumstände trifft, sollen helfen, den Lebensstil zu ändern. In leichteren Fällen reicht das sogar alleine aus, um die Blutzuckerwerte in den Griff zu bekommen. Erste Evaluierungen zeigen gute Erfolge. PatientInnen in Disease Management Programmen fühlen sich in einem höheren Ausmaß und besser betreut und die notwendigen Untersuchungen finden regelmäßig statt. Derzeit sind nur rund 27.000 der 400.000 Diabetikerinnen in Österreich in das Programm "Therapie Aktiv - Diabetes im Griff" eingeschrieben. Viele können nicht teilnehmen, weil in der Nähe kein Hausarzt das Programm anbietet.

Zu wenige ÄrztInnen bieten das Programm an.

Nur durchschnittlich 15% der ÄrztInnen in Österreich, das sind rund 900 Praxen, betreuen ihre Diabetes-PatientInnen im Rahmen von "Therapie Aktiv-Diabetes im Griff". Eine wohnortnahe Versorgung ist damit nicht gewährleistet.

Mut macht aber ein Pilotprojekt in Hartberg, bei dem fast die Hälfte der Hausärzte des Bezirkes für eine Mitarbeit im Programm "Therapie Aktiv-Diabetes im Griff" gewonnen werden konnten.

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