30 Jahre Menschen für Menschen: Almaz Böhm zur Vorsitzenden des Vereins ernannt

Wien (OTS) - Anlässlich des 30-jährigen Bestehens seiner Hilfsorganisation Menschen für Menschen legt Karlheinz Böhm seine Arbeit in die Hände seiner Frau. Almaz Böhm, seit über zwanzig Jahren für die Organisation tätig, wird vom Vorstand zur Vorsitzenden des Vereins ernannt. Somit ist Almaz Böhm die erste Frau aus einem Nehmerland, die an der Spitze einer renommierten Hilfsorganisation in Europa steht. Karlheinz Böhm wird als Ehrenvorsitzender die Arbeit von Menschen für Menschen weiterhin beratend begleiten.

Anlässlich des 30-jährigen Bestehens des Vereins Menschen für Menschen wird Almaz Böhm zur Vereinsvorsitzenden ernannt. Sie übernimmt somit die Geschicke ihres Mannes, dem Vereinsgründer Karlheinz Böhm, der forthin als Ehrenvorsitzender und Berater die Arbeit von Menschen für Menschen begleitet: "Ich freue mich sehr, dass der Vorstand mit mir übereingekommen ist und das 30-jährige Bestehen zum Anlass nimmt, um die Verantwortung komplett in die Hände meiner Frau zu legen und ihr den Vorsitz anzuvertrauen. Ich weiß, dass meine Frau mit genauso viel Energie und mit noch mehr Einfühlungsvermögen als ich die Arbeit in Äthiopien fortführen wird", so Karlheinz Böhm.

Almaz Böhm ist seit vielen Jahren engste Beraterin von Karlheinz Böhm und hat in den vergangenen Jahren mehr und mehr die Verantwortung für die Organisation übernommen. "Die Fortsetzung der langjährigen Tätigkeit meines Mannes ist eine Herausforderung, der ich mich voller Stolz und Dankbarkeit für das bisher Erreichte stellen werde. Es gibt noch unendlich viel zu tun, damit sich die nach wie vor schwierige Lage für viele Menschen in meinem Heimatland weiter verbessert", so Almaz Böhm anlässlich der Ernennung zur Vorstandsvorsitzenden.

Agrarexpertin Almaz Böhm

Almaz Böhm, 1964 in Jijiga im Osten Äthiopiens geboren, arbeitete nach ihrem Studium am Agricultural College in Awassa ab 1986 als Abteilungsleiterin und Viehzuchtexpertin bei Menschen für Menschen, wo sie ihren späteren Mann kennen lernte. Im Jahr 1999 wurde Almaz Böhm zur stellvertretenden Vorsitzenden des Vereins in Österreich gewählt. Ab 2008 war sie geschäftsführender Vorstand. Als Äthiopierin und Agrarexpertin kennt Almaz Böhm die Lebensumstände der Landbevölkerung genau und setzt sich gemeinsam mit Karlheinz Böhm unermüdlich für die notleidenden Menschen in Äthiopien ein. Zusammen mit ihm und den beiden gemeinsam Kindern lebt sie in Österreich, verbringt aber auch mehrere Monate im Jahr in Äthiopien.

Karlheinz Böhms Lebenswerk

Karlheinz Böhms Engagement für die Menschen in Äthiopien begann vor 30 Jahren, am 16. Mai 1981, in der dritten "Wetten, dass...?"-Sendung. Geschockt über die schrecklichen Bilder des Hungers in Afrika wollte er aktiv etwas gegen die Not in der Sahelzone tun. Getrieben von Wut über die Ungerechtigkeit zwischen Arm und Reich, handelte er und legte mit seiner legendären Wette die Grundlage für seine Äthiopienhilfe. Karlheinz Böhm wettete damals, "dass nicht jeder dritte Zuschauer einen Franken, eine Mark oder sieben Schilling für die notleidenden Menschen in der Sahelzone spendet". Zwar gewinnt er die Wette, doch kommen immerhin 1,2 Millionen Mark (etwa 600.000 Euro) zusammen. Von der Spendenbereitschaft der Menschen bewegt, reiste Karlheinz Böhm im Oktober 1981 zum ersten Mal nach Äthiopien und besuchte damals 1'500 Halbnomaden in einem Flüchtlingslager im Osten des Landes. Die Ansiedlung dieser und anderer Flüchtlinge in vier neue Dörfer im Erer-Tal war das erste Projekt des am 13. November 1981 gegründeten Vereins Menschen für Menschen.

Nachhaltige Entwicklungsarbeit seit 30 Jahren

In diesen 30 Jahren hat die Hilfsorganisation mit der Verknüpfung von Maßnahmen in den Bereichen Wasserversorgung, Landwirtschaft, Bildung, Infrastruktur, Gesundheit und Frauenförderung über 4,5 Millionen Menschen in dem ostafrikanischen Land die Chance auf ein besseres Leben ermöglicht. Gemeinsam mit der Bevölkerung, die bei jedem Projekt einen hohen Anteil des Engagements und Arbeitseinsatzes selbst trägt, wurden unter anderem rund 5.000 Hektar Land wieder nutzbar gemacht, 1.600 neue Brunnen gebohrt und 285 Schulen gebaut. Die Projektgebiete erstrecken sich heute auf über 50.000 Quadratkilometer, was in etwa zwei Drittel der Fläche Österreichs entspricht. Im Jubiläumsjahr wurden Karlheinz und Almaz Böhm für ihren beispiellosen Einsatz in Äthiopien mit dem mit 1 Mio. Euro dotierten Essl Social Prize ausgezeichnet.

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Über Menschen für Menschen:

Menschen für Menschen wird 30! Am 13. November 1981 gründete der Schauspieler Karlheinz Böhm Menschen für Menschen. Seitdem leistet die Organisation, die Almaz und Karlheinz Böhm heute gemeinsam leiten, Hilfe zur Selbstentwicklung in Äthiopien, das laut Weltbank zu den ärmsten Ländern der Erde zählt. Im Rahmen so genannter "integrierter ländlicher Projekte" verzahnt Menschen für Menschen gemeinsam mit der in der Region lebenden Bevölkerung Projekte aus den Bereichen Bildung, Landwirtschaft, Wasser, Gesundheit, Infrastruktur und Soziales und setzt sich für die Besserstellung der Frauen ein. Almaz und Karlheinz Böhm wurden für Ihre Arbeit mit dem Essl Social Prize 2011 ausgezeichnet. PricewaterhouseCoopers würdigte die transparente Berichterstattung über die Spendenverwendung von Karlheinz Böhms Äthiopienhilfe im November 2009 mit dem dritten Platz bei der Verleihung des Transparenzpreises in Deutschland.

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