Fekter kündigt in ÖSTERREICH "Sparpfad" an

Finanzministerin im Interview: Triple A nicht akut in Gefahr, aber: "Müssen beim Sparen Zahn zulegen, wenn wir es behalten willen."

Wien (OTS) - Im Interview für die Sonntag-Ausgabe der Tageszeitung ÖSTERREICH sieht Finanzministerin Maria Fekter keine akute Gefahr für das Triple-A-Rating von Österreich, warnt aber: "Wir halten derzeit die EU-Vorgaben beim Defizit-Abbau nicht ein, wir trödeln zu sehr beim Defizit, wir werden beim Sparen einen Zahn zulegen müssen, wenn wir unser Triple A behalten wollen."

Grundsätzlich bestehe keine Gefahr einer Abwertung durch die Rating-Agenturen. Fekter: "Unsere Wirtschaftsdaten sind gut. Aber richtig ist: Unsere Spreads (die Zinsen auf Staatsanleihen, Anm.)haben sich zuletzt von den deutschen entfernt. Wir waren immer nah an Deutschland dran, jetzt ist die Differenz größer geworden und das kann für das Rating gefährlich werden."

Fekter kündigt deshalb an, "Vollgas" zu geben: "Als Erstes muss die Schuldenbremse in die Verfassung. der Text für das Gesetz ist fertig, wird in der Regierung gerade abgestimmt. Dann müssen Länder und Opposition mit ins Boot und dann soll die Schuldenbremse noch vor Jahresende im Parlament beschlossen werden."

Man werde "kein Sparpaket", sondern einen "Sparpfad" beschließen. Fekter: "Ich verhandle zu Beginn des neuen Jahres mit allen Ressorts den Budget-Konsolidierungspfad für 2013 bis 2015, und ich kündige jetzt schon an: Das wird ein Spar-Pfad werden. Wir müssen viel ambitionierter sparen als wir das bisher tun."

Fekter im Detail: "Das heißt vor allem, die Frühpensionen dürfen nicht mehr attraktiv sein, das faktische Pensionsantrittsalter muss deutlich ansteigen, die Verwaltung, jedes Ressort muss sparen. Und wir müssen uns dem Nulldefizit so rasch nähern wie die Deutschen."

Rückfragen & Kontakt:

ÖSTERREICH, Chefredaktion
Tel.: (01) 588 11 / 1010
redaktion@oe24.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | FEL0002