Entwicklungszusammenarbeit: Bischöfe kritisieren Budgetkürzung

Appell an Regierung, Mittel "für die Ärmsten der Armen" zu erhöhen

Wien, 11.11.11 (KAP) Österreichs Bischöfe haben erneut an die heimische Bundesregierung appelliert, die Entwicklungszusammenarbeit gesetzlich abzusichern und einen "verbindlichen Stufenplan zur Erhöhung der finanziellen Mittel" vorzulegen. Die Kürzungen der Mittel für die bilaterale Entwicklungszusammenarbeit im Budget 2012 müssten zurückgenommen und zusätzliche Mittel für den Auslandskatastrophenfonds bereitgestellt werden, forderte die Bischofskonferenz zum Abschluss ihrer Herbstvollversammlung.

"Entwicklungszusammenarbeit muss eine zentrale politische Aufgabe bleiben, um Armut und Hunger zu bekämpfen", erklärten die Bischöfe. Die Kürzungen der Mittel für die Entwicklungszusammenarbeit seien "beschämend für ein nach wie vor sehr reiches Land wie Österreich".

Umso erfreulicher sei die Spendenbereitschaft der Österreicher, die auf diese Weise ihre Solidarität mit den Ärmsten bewiesen. So konnten kirchliche Organisationen durch die Spenden im vergangenen Jahr mit rund 100 Millionen Euro mehr als 4.000 Hilfsprojekte unterstützen. Daraus leite sich ein "Auftrag an den Staat ab, auch seinen Teil zur Entwicklungszusammenarbeit beizutragen".

Österreich habe sich mehrfach, "sowohl international auf UN- und EU-Ebene als auch national auf Regierungsebene", zu einer Anhebung der Mittel für die Entwicklungszusammenarbeit auf 0,7 Prozent des Bruttonationaleinkommens bekannt. Hier brauche es "genügend Geld und bessere Rahmenbedingungen für den Einsatz von Entwicklungshelfern", heißt es in der Presseerklärung.

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