Kelag-Zentrale wird Niedrigenergiehaus

Klagenfurt (OTS) - Das mehr als 40 Jahre alte Kelag-Gebäude in Klagenfurt wird im Jahr 2012 thermisch saniert und erreicht den Standard eines Niedrigenergiehauses (A++). Die Betriebskosten werden um 80% bzw. 280.000 Euro pro Jahr sinken.

Die thermische Sanierung des Kelag-Gebäudes umfasst den Tausch der Fassade, die Erneuerung der Anlagen für Heizung, Lüftung und Klimatisierung; erneuert wird auch der Brandschutz. Die Kelag investiert rund 15 Millionen Euro in die Sanierung ihrer Zentrale.

Das Land Kärnten unterstützt in seiner Eigentümerfunktion dieses Vorhaben. Landesrat Harald Dobernig: "Die Kelag hat bei den Themen Energieeffizienz und Klimaschutz Vorbildfunktion in Kärnten, mit der Sanierung der eigenen Zentrale 'lebt' die Kelag diese Verantwortung sehr aktiv. Dieses Projekt wird auch gefördert, wie andere Sanierungsvorhaben. Die Verbesserung der Energieeffizienz ist das größte und wichtigste Kraftwerksprojekt der Gegenwart."

Auch aus wirtschafts- und arbeitsmarktpolitischer Sicht ist die Sanierung der Kelag-Zentrale ein wichtiges Projekt, betont Dobernig. Die 17 Einzelaufträge des Gesamtprojektes wurden von der Kelag zum Großteil EU-weit ausgeschrieben. Bei den Ausschreibungen konnten sich durchwegs heimische Firmen durchsetzen und als Bestbieter die Aufträge erhalten. "Auf dieser Baustelle werden durch-schnittlich 40 Menschen für ein Jahr beschäftigt sein, zu Spitzenzeiten werden 70 Fachkräfte hier arbeiten. Damit ist dieses Projekt auch aus wirtschafts- und arbeitsmarktpolitischer Sicht ein wichtiges Projekt für Kärnten", erläutert Dobernig.

Neue Fassade

Hermann Egger, Sprecher des Vorstandes der Kelag sagt, dass sich das äußere Erscheinungsbild des Kelag-Gebäudes durch die Sanierung kaum verändern werde. Die neue Fassade wird als Alu-Glas-Elementfassade ausgeführt. Die raumhohen Elemente bestehen aus einem oberen Fensterbereich und einem unteren Dämmbereich. Die Fenster verfügen über eine dreifach-Verglasung mit außen liegendem Sonnenschutz. Als Schutz vor Wind und Wetter sowie aus architektonischen Gründen dient eine vierte Glasscheibe als äußerer Abschluss. Im Dämmbereich zwischen den Fensterreihen werden hochwertige Dämmmaterialen eingesetzt. Die bestehenden Alu-Guss-Fassadenplatten müssen abgenommen, gereinigt und überprüft werden, bevor sie auf die neue Elementfassade wieder montiert werden. Saniert wird auch ein Großteil der Dachflächen. Von der Sanierung ausgenommen ist die Warte auf dem Westtrakt, sie stammt aus der Mitte der 1990er Jahr.

Das Kelag-Gebäude verfügt über beachtliche Maße: Das Hochhaus ist 64 Meter lang, 21 Meter breit und knapp 40 Meter hoch. Die Fassade des gesamten Gebäudes hat eine Fläche von rund 7.700 Quadratmetern.

Niedrigenergiehaus

"Mit der thermischen Sanierung erreicht unsere Zentrale die Energieeffizi-enzklasse A++, das entspricht einem Niedrigenergiehaus", sagt Egger. "Die thermische Sanierung und neue Haustechnikkonzept lassen Einsparungen bei den Betriebskosten von ca. 80 % erwarten, das sind rund 280.000 Euro pro Jahr. Das erreichen wir durch den deutlich niedrigeren Heiz- und Kühlbedarf, durch den Einbau von Wärmerückgewinnungsanlagen, die Nutzung einer Grundwasser-Wärmepumpe für die Klimatisierung und Heizung sowie den Einsatz einer neuen Gebäudeleittechnik. Ein Teil der benötigten Heizenergie wird weiterhin Fernwärme sein." Die Sanierung des Gebäudes ist Teil des Nachhaltigkeitsprogrammes "Generation Klimaschutz" der Kelag.

Komplexe Baustelle

Die thermische Sanierung der Kelag-Zentrale ist eine besondere logistische Herausforderung, weil sie während des normalen Betriebes erfolgen muss - in diesem Gebäude arbeiten rund 600 Menschen. Die Sanierung erfolgt von unten nach oben, jeweils zwei übereinander liegende Halbgeschoße werden saniert. Die Benutzer der Büros in den betroffenen Halbgeschoßen müssen für vier Wochen in einem anderen Stockwerk arbeiten. Für die Arbeiten an der Fassade wird auf dem Dach der Kelag-Zentrale ein Umlaufkran montiert, der die Arbeitsplattform an die jeweils richtigen Positionen bringt.

Die Vorarbeiten zur Sanierung der Kelag-Zentrale haben bereits begonnen; laut Bauplan sollen die Arbeiten bis zum Frühjahr 2013 abgeschlossen sein.

Rückfragen & Kontakt:

Josef Stocker, Leiter Unternehmenskommunikation, KELAG-Kärntner
Elektrizitäts-Aktiengesellschaft, Arnulfplatz 2, 9020 Klagenfurt,
T 0463 525-1285, M 0676 87801285

Elmar Aichbichler, Pressesprecher Landesrat Mag. Harald Dobernig
T 05 0 536 22515, M 0664 80536 22515

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