"Sicherung der hochwertigen Wasserversorgung ist wichtige Aufgabe für die Zukunft"

Veranstalter: Plattform WASSER Burgenland

Raiding (OTS) - Heute fand im Franz Liszt - Zentrum in Raiding der 6. Infotag Wasser der PLATTFORM WASSER BURGENLAND statt. Rund 160 Teilnehmer konnten sich im Rahmen der Vorträge und einer Fachausstellung über branchenspezifische Neuerungen, aber auch über sehr praxisbezogene Themen informieren. Thematisiert wurden aber auch der in den nächsten Jahren zu erwartende Anstieg beim Investitionsbedarf für die Sanierung der bestehenden Leitungssysteme, sowie die beschlossenen Kürzungen und Streichungen der Bundesfördermittel in der Siedlungswasserwirtschaft. Im Rahmen einer Pressekonferenz betonten die Referenten LAbg. Erich Trummer, LR Andreas Liegenfeld, DI Manfred Eisenhut von der ÖVGW, sowie der Obmann der PWB DI Dr. Helmut Herlicska, "dass die Wasserversorgung des Burgenlandes einen sehr hohen Standard aufweist und die Sicherung der hochwertigen Wasserversorgung des Burgenlandes die wichtigste Aufgabe für die Zukunft ist. Unser ausgezeichnetes Trinkwasser muss auch künftigen Generationen erhalten bleiben."

Im Burgenland wurden große Teile der Leitungsnetze bereits in den 50er, 60er und 70er Jahren des vorigen Jahrhunderts ausgebaut. Trotz laufender Wartungs- und Reparaturtätigkeiten sind mehr und mehr vollständige Leitungserneuerungen notwendig. Auf Basis vorhandener Studien hat die Plattform Wasser Burgenland erhoben, dass alleine für die Sanierung des in die Jahre gekommenen Wasserleitungsnetzes im Burgenland jährliche Investitionen von über Euro 15 Mio. bis zum Jahr 2020 erforderlich sind. Danach müssen die Sanierungsausgaben noch wesentlich (auf über Euro 20 Mio.) gesteigert werden, um einen Erhalt der ausgezeichneten Versorgungssicherheit zu gewährleisten. Diese Tatsache stellt für die Bgld. Wasserversorger eine enorme Herausforderung im Investitionsbereich dar. Aufgrund der erfolgten Änderungen des Umweltförderungsgesetzes im Rahmen des Budgetbegleitgesetzes 2011 wird nun jedoch die Bundesförderung im Zeitraum 2010 bis 2013 von Euro 630 Mio. auf Euro 335 Mio. reduziert. Für das Jahr 2013 sind keine Jahresförderquoten vorgesehen, durch die bereits beschlossene Verlängerung des Finanzausgleichs ist zu befürchten, dass für das Jahr 2014 ebenfalls keine Jahresförderquote vorhanden sein wird."

"Diese beschlossenen Kürzungen bzw. Streichungen der Förderungen im Bereich der Siedlungswasserwirtschaft bedeuten eine nicht zu vertretende Schwächung der Wasserversorger", erklärt DI Dr. Helmut Herlicska. Bei einem Wegfall von Förderungen muss des Weiteren eine Fremdfinanzierung über den Bankensektor erfolgen, die Mehrkosten verursacht, welche letztlich über die Wassergebühren auf die Kunden umgelegt werden müssen.

Die Plattform Wasser Burgenland darf in diesem Zusammenhang den dringenden Appell an die Entscheidungsträger richten, die erfolgten Änderungen des Umweltförderungsgesetzes nochmals anzupassen, und vor allem für die Jahre 2013, 2014, sowie danach, für die dringend erforderlichen Investitionen Förderungen in ausreichender Höhe bereitzustellen.

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