Tanja Wehsely/Vana/Berger-Krotsch: Wien fördert nichttraditionelle Berufswahlentscheidungen

"Girls' Job Spots" im Fl@sh-Mädchencafe ausgezeichnet

Wien (OTS/SPW-K) - Mit viel Applaus freuten sich die Landtagsabgeordneten Tanja Wehsely, Monika Vana und Nicole Berger-Krotsch über die gestern vorgestellten "Girls' Job Spots". Junge Filmemacherinnen zwischen 14 und 24 haben sich dabei mit Geschlechterstereotypen bei der Berufswahl auseinandergesetzt und sechs witzige und kreative Youtube-Spots gedreht, die gestern im Fl@sh-Mädchencafe ausgezeichnet wurden. Diese können unter www.facebook.com/kuemmernummer abgerufen werden.

"Berufsentscheidungen verlaufen leider noch immer stark nach traditionellen Rollenmustern", erklärt die Initiatorin SP-Landtagsabgeordnete Tanja Wehsely, "insbesondere die familiäre Prägung trägt dazu bei, dass die beliebtesten Jobs unter Mädchen Einzelhandelskauffrau, Bürokauffrau und Friseurin sind. Darum haben wir uns zu dieser kreativen Auseinandersetzung mit der Problematik entschlossen. Und die Ergebnisse sind wirklich toll: Wir unterstützen die Mädels dieser Stadt, alles werden zu können, was sie sich wünschen."

"Die Spots zeigen auf witzige Art und Weise, dass Mädels selbstverständlich auch in nichttraditionellen Berufen Fuß fassen können", betont auch Landtagsabgeordnete Monika Vana von den Grünen Wien. "Es zahlt sich für Mädchen aus, z.B. in technische Berufe zu gehen - allein schon aufgrund der Bezahlung", so Vana. Derzeit gibt es immerhin 200 Lehrberufe, aus denen Mädchen wählen können, mehr als die Hälfte entscheidet sich für die drei klassischen "Frauenberufe".

"Darum müssen wir daran ansetzen, das Bewusstsein für Berufswahlentscheidungen zu verändern", so SP-Landtagsabgeordnete Nicole Berger-Krotsch, "Mädchen haben viele Talente und darum sollten wir alles daran setzen, auch z.B. technische oder wirtschaftliche Talente zu wecken und zu fördern. Im Gegenzug ist es auch wichtig zu zeigen, dass für Burschen das Berufsspektrum auch weiter gefasst ist und z.B. Gesundheits- und Pflegeberufe eine ernsthafte Option sind."

Wien setzt konkrete Maßnahmen zur Förderung von Frauen und Mädchen

Um Geschlechterstereotype gezielt zu bearbeiten, kommen neben Bewusstseinsarbeit vor allem konkrete Maßnahmen zur Förderung von Frauen und Mädchen zum Einsatz:

  • Im Zuge der überbetrieblichen Lehrausbildung, die vom AMS und der Stadt Wien finanziert wird, bekommen die jungen WienerInnen die Möglichkeit, sich intensiv mit (nichttraditionellen) Berufsbildern auseinanderzusetzen
  • Über den waff werden Mädchen besonders unterstützt, z.B. mit Programmen wie "Mädchen entscheiden". Der waff verfügt darüber hinaus über spezielle Förderrichtlinien für Frauen.
  • Gleichstellungspolitik wird in Wien auf allen Ebenen betrieben und ist Querschnittsmaterie.

"Es ist besonders wichtig, dass auch in der aktuell schwierigen Situation die Arbeitsmarktlage von Frauen besondere Aufmerksamkeit erfährt", so Wehsely, Vana und Berger-Krotsch, "bei der Frauenförderung gibt es keine Kürzungen und weiterhin gezielte Unterstützungsmaßnahmen!"

Service

Wer sich über nichttraditionelle Berufsbilder informieren möchte, kann das bei verschiedenen Anlaufstellen tun:
Kümmer-Nummer für Lehre und Beruf, 0800 20 20 22: Bei diesem Angebot des waff gibt es Antworten auf alle Fragen rund um Lehre und Beruf. www.kümmer-nummer.at

Mädchenberatungsstelle Sprungbrett: 01 789 45 45, www.sprungbrett.or.at (Schluss)

Rückfragen & Kontakt:

SPÖ-Klub Rathaus, Presse
Mag.a Louis Kraft
Tel.: (01) 4000-81 943
louis.kraft@spw.at
www.rathausklub.spoe.at

Die Grünen Wien Rathausklub, Pressereferat
Mag.a Katja Svejkovsky
Tel.: 01/ 4000/ 81814
Handy: 0664/221 72 62
E-Mail: katja.svejkovsky@gruene.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | DS10001