Neues Volksblatt: "Ordnungsruf" von Markus EBERT

Ausgabe vom 9. November 2011

Linz (OTS) - Kanzler und Vizekanzler waren gestern Gäste beim Bundeskongress der Gewerkschaft Öffentlicher Dienst, und sie waren voll des Lobes über die Beamten und ihre Standesvertretung. "Rückgrat des Staates und der Bundesregierung" seien die öffentlich Bediensteten, konstatierte ÖVP-Vizekanzler Michael Spindelegger, und SPÖ-Kanzler Werner Faymann sagte laut Parteipressedienst: "Die Sozialpartnerschaft, die Gewerkschaften, darunter auch die GÖD, haben Österreich stark gemacht, und die Menschen dieses Landes haben von deren professioneller Arbeit maßgeblich profitiert".
Da wird er sich bei Hannes Androsch, der sich gerade zum Bildungs-Säulenheiligen in diesem Land stilisiert, aber gar nicht beliebt gemacht haben. Denn der befand gestern, dass der Bundeskongress der GÖD "Symbol des Stillstands und der Lähmung in Österreich" sei, und dass diese Lähmung "zum Terror des Status quo" führe.
Nun mag man mit dem gestern bestätigten Fritz Neugebauer ein Problem haben, aber eine gedankliche Kausalkette zwischen Gewerkschaft und Terror herzustellen, ist ein starkes Stück - zumal gerade Androschs politische Heimat, die SPÖ, das Hohelied auf die Gewerkschaft singt. Von dort müsste jetzt eigentlich ein Ordnungsruf kommen.

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