FPÖ-Belakowitsch-Jenewein: Ungerechtfertigter Pestizid-Jubel der EU

Statt Einzelsubstanzen müssen Gesamtmengen untersucht werden

Wien (OTS) - Als "bezeichnend falsch" qualifiziert die
freiheitliche Gesundheitssprecherin NAbg Dr. Dagmar Belakowitsch-Jenewein Aussagen der EU, denen zufolge sich die europäischen Konsumenten keine Sorgen über pestizidbelastete Lebensmittel machen müssten. "Dazu muss man wissen, dass hier stets nur nach zulässigen Höchstwerten einzelner Pestizide untersucht wird", so Belakowitsch-Jenewein, "der Gesamtcocktail aber völlig außer Acht gelassen wird."

Dieses Vorgehen sei naiv bis fahrlässig. Immerhin seien Feldfrüchte und damit Konsumenten wesentlich höheren Belastungen ausgesetzt, wenn statt einer leichten Grenzwertüberschreitung bei einer einzelnen Substanz zwanzig verschiedene Pestizide in den erlaubten Mengen eingesetzt würden. "Man wird bei einer Verkehrskontrolle ja auch nicht gefragt, ob man nur ein Bier getrunken hat. Kommen zu diesem einen Bier nämlich noch ein paar Gläser Wein und einige Schnäpse und Liköre, wird die Verkehrstüchtigkeit nicht gegeben sein, obwohl die Mengen der einzelnen Alkoholika noch im erlaubten Rahmen liegen können. Wer auf diesem Niveau Politik macht, trägt nichts zum Konsumentenschutz bei, sondern ist lediglich bestrebt, der mächtigen chemischen Industrie ihren Absatz zu sichern. Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit EFSA muss sich also einmal mehr den Vorwurf gefallen lassen, die Gesundheitsinteressen der Europäer auf dem Altar der Konzerne zu opfern."

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