Öllinger: Gedenken an die Opfer der Verbrechen des 9. November ohne Blick auf die Gegenwart unvollständig

Rassismus, Rechtsextremismus und Antisemitismus noch immer Realität

Wien (OTS) - "Das Gedenken an die Verbrechen des 9. November 1938 und deren Opfer wäre inkonsequent und unvollständig, wenn wir dabei nicht auch auf die Gegenwart blicken. Und dieser Blick ist nicht schön. Das Jahr 2011 ist gekennzeichnet durch eine enorme Radikalisierung rassistischer, rechtsextremistischer und antisemitischer Aktivitäten. Die Verbrechen von Norwegen machen deutlich, dass das Gedankengut des Rassismus und der daraus resultierende Hass weiter in Teilen der Bevölkerung verankert sind. Es überrascht nicht, dass es in der Folge Leute gibt, die diesen Hass aufgreifen und mit Gewalt, Mord und Terror unterstützen. Auch in Österreich hat es 2011 einen Mann gegeben, der aus rassistischen Gründen zur Waffe gegriffen und fast eine ganze Familie ausgerottet hat. Das Gedenken an die Opfer des 9. November 1938 ist auch eine Mahnung für die Gegenwart", sagt der Grün-Abgeordnete, Karl Öllinger.

Antifaschistischer Gedenkrundgang: Donnerstag, 10.11.2011. 18:00 Uhr Treffpunkt: vor dem Raimundtheater, Wallgasse 18-20, 1060 Wien

Mahnwache und Kundgebung, Mittwoch, 9. November 2011, 18:00 Uhr Gedenkstein vor dem ehemaligen Aspangbahnhof, Platz der Opfer der Deportation (bei Ecke A.-Blamauerg./Aspangstr.), 1030 Wien

Eröffnung des Gedenkortes "Turnertempel", Donnerstag, den 10. November 2011 ab 16:00 Uhr Treffpunkt: Ecke Dingestedtgasse/Turnergasse, 1150 Wien

Initiative Mariahilfersynagoge/"Duftender Doppelpunkt": Gedenken an die Novemberpogrome 1938, Literaturveranstaltung am 13. November 2011, 18:00 Uhr Cafe Amadeus, Märzstr. 4, 1150 Wien

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