Handelsverband will saubere Lösung für die Anrechnung von Karenzzeiten

Mumelter: "Lohnerhöhung von 3,3 Prozent wäre überaus positives Signal an die Mitarbeiter/innen!"

Wien (OTS/PDHV055) - Wenngleich die Auswirkungen der globalen Finanz- und der europäischen Euro-Krise in ihrem gesamten Ausmaß noch kaum abzuschätzen sind, ist die Forderung der Gewerkschaft, Kindererziehungszeiten für die Vorrückung im Gehaltsschema anzurechnen, aus Sicht des Österreichischen Handelsverbandes durchaus nachvollziehbar. "Auch wir stehen hinter dem Vorschlag des Wirtschaftskammer-Präsidenten Christoph Leitl, das wichtige Thema der Gleichstellung von Frauen in die jeweiligen Branchenkollektivvertragsverhandlungen aufzunehmen", erklärt Dr. Stefan Mumelter, Generalsekretär des Österreichischen Handelsverbandes, im Vorfeld der zweiten Runde der Kollektivvertragsverhandlungen für den Handel. Darüber hinaus sei jetzt auch der richtige Zeitpunkt, über die Abschaffung einiger Öffnungszeitenzuschläge zu reden und diese in das Gehaltsschema zu integrieren, um das System transparenter und gerechter zu machen.

Seit Jahren erhebt der Handelsverband die Forderung nach einem Verflachen der Lebenseinkommenskurve und nach höheren Einstiegsgehältern für Berufseinsteiger. Im Gegenzug sollten die Gehälter bei älteren Beschäftigten langsam angehoben werden, damit diese nicht aus dem Erwerbsprozess gedrängt werden und ihre Erfahrungen einbringen und weitergeben können.

Mumelter warnt aber vor überzogenen Vorstellungen: "Die Gewerkschaft darf die Handelsbetriebe jetzt nicht kaputtfordern! Alle Beteiligten sollten im eigenen Interesse die Leistungsfähigkeit der Unternehmen im Auge behalten." Trotzdem könne sich der Handelsverband eine Erhöhung der Löhne um 3,3 Prozent vorstellen. Das wäre bei einer zu erwartenden durchschnittlichen Inflationsrate von um die drei Prozent ein starkes positives Signal an die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer im Handel.

Der Handelsverband wurde vor neunzig Jahren gegründet und ist heute eine freiwillige Interessenvertretung von mehr als 150 großen Handelsbetrieben in Österreich. Er nimmt die Funktionen eines Wirtschafts-, Berufs- und Arbeitgeberverbandes wahr. Darüber hinaus versteht sich der Verband als handelsorientiertes Dienstleistungszentrum und als branchenübergreifendes Wirtschaftsforum und als Plattform für den politischen, rechtlichen und technologischen Dialog und Informationstransfer. Mit Richtlinien, Kennzeichen und Gütesiegeln setzt der Handelsverband Standards und fördert das Qualitätsbewusstsein und Vertrauen der Konsumentinnen und Konsumenten zum Handel.

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