Neuerscheinung: "Nach dem Ende der Politik"

Diskussion zum dritten Band der Texte zur Zukunft der Kulturpolitik

Wien (OTS) - Kulturpolitik ist als Kategorie öffentlichen Handelns kaum mehr sichtbar. Angesichts ökonomistischer Sachzwänge wird Kultur zu einem Thema außerhalb des Widerstreits gesellschaftlicher Ideen. Zugleich verfolgt das gesellschaftliche Postulat der Rechten sehr wohl kulturpolitische Ziele. Kultur wird als "Soft Power" immer mehr zu einem Schauplatz des Wettkampfs von Städten und Regionen, in denen Kunst der Veredelung der Gastronomie und dem Serviceangebot für Tourismus und Immobilienindustrie dient. Kultur verkommt zum Sicherheitsparadigma, schreibt sich in rassistische Diskurse ein und wird zu einem zentralen Leitmotiv von Repression und politischer Verfolgung.

Das macht eine breite Debatte über Kultur als konstitutives Element sozialer Beziehungen und politischer Gemeinschaften schwierig. Wer sind die kulturpolitischen Akteurinnen und Akteure? Der dritte Band der im Löcker-Verlag erscheinenden Reihe der "Texte zur Zukunft der Kulturpolitik" untersucht politische Handlungsräume im kulturellen Feld und diskutiert strategische Perspektiven.

Mit Beiträgen von Franco Berardi Bifo, Konrad Becker, Jodi Dean, Branka Curcic/Zoran Pantelic, Jens Kastner, Thomas Macho, Gerald Raunig, Saskia Sassen, Klaus Schönberger, Christoph Spehr, Felix Stalder und Martin Wassermair.

Am Do., 3. November 2011, diskutierte Mitherausgeber Konrad Becker das Buch in einer gemeinsamen Veranstaltung von World-Information Institute und IG Kultur Österreich mit Elisabeth Mayerhofer (IG Kultur Österreich), Corinna Milborn (NEWS), Monika Mokre (IKT, ÖAW) und Andrea Roedig (Autorin); Moderation: Lisa Mayr (ORF Ö1).

Video-Dokumentation unter:
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Das Buch:
Konrad Becker, Martin Wassermair (Hrsg.),
Nach dem Ende der Politik. Texte zur Zukunft der Kulturpolitik III, Löcker Verlag (2011).

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