BZÖ-Markowitz: Anfrage an Schmied zu organisierten Diebstählen von Rhinozeros-Hörnern

"Zu hoffen, dass angesichts des Diebstahles im Dorotheum effiziente Sicherheitsvorkehrungen im Naturhistorischen Museum getroffen wurden"

Wien (OTS) - "Gestern wurde am helllichten Tag im Dorotheum in
Wien ein Horn von einem Nashorn gestohlen. Das BZÖ hat schon Anfang November in einer schriftlichen Anfrage an Kunstministerin Schmied darauf hingewiesen, dass international agierende Diebsbanden sich auf die Hörner von ausgestellten Nashörnern spezialisiert haben. Ebenso habe ich die Ministerin im Kulturausschuss auf diesen organisierten Diebstahl von Rhinozeros-Hörnern aufmerksam gemacht", berichtete heute BZÖ-Abgeordneter Stefan Markowitz.

"Am Schwarzmarkt werden für ein Rhinozeros-Horn bis zu 200 000 Euro bezahlt. In England, Belgien, Tschechien, Großbritannien, Frankreich, Portugal, Schweden und in den Niederlanden wurden Diebstähle bereits registriert. Betroffen ist auch das Zoologische Museum in Hamburg, ein Jagdmuseum im niedersächsischen Gifhorn, das Bamberger Naturkundemuseum und nun aktuell das Dorotheum", so Markowitz weiter.

Folgende Fragen wurden an die Bundesministerin für Unterricht, Kunst und Kultur betreffend organisierter Diebstahl von Rhinozeros-Hörnern gerichtet:

Wann haben Sie erstmals von der oben angeführten Problematik erfahren?
Sind Ihnen Fälle in Österreich bekannt? Wenn ja, welche? Von welchen musealen Einrichtungen wurden bis dato diesbezügliche Sicherheitsmaßnahmen vorgenommen? Welche expliziten Sicherheitsmaßnahmen wurden vorgenommen? Wie viel Geld wurde insgesamt in diese Sicherheitsvorkehrungen investiert? Wurde im NHM bereits auf Rhinozeroshorn-Replikate zurückgegriffen? Wenn ja, wie und wo werden die echten Hörner aufbewahrt und wie hoch sind die Kosten hierfür? Wie viele Nashörner sind in Österreich ausgestellt und wo befinden sich diese?

"Es ist zu hoffen, dass angesichts des Diebstahles im Dorotheum effiziente Sicherheitsvorkehrungen im Naturhistorischen Museum getroffen wurden. Auf alle Fälle warten wir nun gespannt auf die Antworten von der Ministerin", meinte Markowitz.

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