Darabos: Bundesheer mit 1.500 Soldaten im Auslandseinsatz

Ministerrat beschließt Fortsetzung der Friedenseinsätze am Westbalkan und am Golan

Wien (OTS/BMLVS) - Der Ministerrat hat heute, Dienstag, die Verlängerung der österreichischen Beteiligung an den UNO-mandatierten Friedenseinsätzen u.a. im Kosovo, in Bosnien und am Golan bis Ende 2012 beschlossen. Den UNIFIL-Einsatz im Libanon (ca. 160 Soldatinnen und Soldaten) haben der Ministerrat und der Hauptausschuss des Nationalrates bereits im September beschlossen. "Mit insgesamt mehr als 1.500 Auslandssoldaten baut Österreich seine Auslandseinsätze aus und zählt damit zu den größten Truppenstellern in der EU", sagte Verteidigungsminister Norbert Darabos. "Das ist ein absoluter internationaler Spitzenwert", sagt der Minister.

Die Verlängerung der Einsätze im Kosovo und in Bosnien zeige, so Darabos, dass der Westbalkan Schwerpunkt unserer Auslandseinsätze ist. "Im Kosovo ist Österreich mit 600 Soldatinnen und Soldaten größter Nicht-NATO-Truppensteller und in Bosnien sind wir mit einer Stärke von 400 Bundesheer-Angehörigen sogar insgesamt der größte Truppensteller. Darauf können wir stolz sein", so der Minister. "Den zweiten Schwerpunkt bildet der Nahe Osten." Der Ministerrat verlängerte heute den Einsatz am Golan, der UNIFIL-Einsatz im Libanon startet Mitte November.

Im Ministerrat wurde die Fortsetzung der Einsätze in Bosnien (bis zu 400 Soldatinnen und Soldaten), im Kosovo (bis zu 600), am Golan (bis zu 387) sowie der Missionen auf Zypern (bis zu 8), in Afghanistan (bis zu 10), im Kongo (bis zu 2), in Georgien (bis zu 5) und in Kroatien (bis zu 2) beschlossen.

Darüber hinaus stellt das Bundesheer Operative Reservekräfte (so genanntes ORF-Bataillon) für die Missionen im Kosovo und in Bosnien im Umfang von 250 Soldatinnen und Soldaten zur Verfügung. Aufgrund der örtlichen Spannungen ist das ORF-Bataillon derzeit im Nordkosovo im Einsatz.

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