Stadt- und Landesarchiv: 600 Jahre jüdisches Leben in Wien

Wien (OTS) - Anlässlich des Novemberpogroms, das in der Nacht vom 9. auf den 10. November 1938 im gesamten Deutschen Reichsgebiet stattfand, erinnern das Wiener Stadt- und Landesarchiv und das Jüdische Institut für Erwachsenenbildung an die Ereignisse in einer gemeinsamen Veranstaltung.

Am 10. November hält Mag. Shoshana Duizend-Jensen um 16.30 Uhr einen Vortrag mit anschließender Führung durch das Archivdepot zum Thema "600 Jahre jüdisches Leben in Wien im Spiegel des Wiener Stadt- und Landesarchivs" (11., Guglgasse 14). Darin wird nicht nur das Leben der jüdischen Bevölkerung Wiens beleuchtet, sondern auch dessen Niederschlag in Akten, Büchern, Karteien, Plänen und Fotos. Anmeldung zu dieser und eventuellen weiteren Führungen unter der Telefonnummer 01 4000-84829 (zwischen 8:00 Uhr und 15.30 Uhr). Die Teilnahme ist kostenlos.

Das Schicksal der jüdischen Gemeinde Wiens ist seit dem Mittelalter mit Archivalien belegt. Sie zeigen den beachtlichen Aufstieg des jüdischen Wiener Bürgertums im letzten Drittel des 19. Jahrhunderts, etwa durch Firmengründungen, monumentale Synagogenbauten und ein dichtes Netz jüdischer Stiftungen, Vereine und sozialer, kultureller und religiöser Institutionen.

Gleichzeitig sind die Archivalien des Wiener Stadt- und Landesarchivs auch Mahnmal für den menschenverachtenden Umgang mit der jüdischen Bevölkerung Wiens. Sie dokumentieren die behördlichen Abläufe von Ausgrenzung, Vertreibung und Deportation in der Zeit des Nationalsozialismus.

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PID-Rathauskorrespondenz:
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Mag. Shoshana Duizend-Jensen
Wiener Stadt- und Landesarchiv - MA 8
Telefon: 01 4000-84829
Internet: www.archiv.wien.at/

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