Gans wichtig: Bio oder gar nicht!

Der Österreichische Tierschutzverein appelliert: ganz auf Gans verzichten zu Martini!

Wien (OTS) - "Martini" am 11. November, der Gedenktag des Heiligen Martin von Tours, rückt näher. "Für hunderttausende Gänse bedeutet dies den Tod nach einem kurzen, qualvollen Leben", sagt Susanne Hemetsberger, Geschäftsführerin des Österreichischen Tierschutzvereines.

Gemästet, gestopft, gerupft

Die allermeisten Gänse werden in den letzten Wochen des Jahres verzehrt, mehr als 90 Prozent davon werden importiert (vorwiegend aus Frankreich, Ungarn, Polen etc.). In diesen Ländern werden die Gänse in nur zehn Wochen qualvoll gemästet: von artgemäßer Tierhaltung kann dabei keine Rede sein. Die Tiere werden zudem im Ausland zur Herstellung von Gänsestopfleber missbraucht und lebendig gerupft, um Kissen und Jacken mit weichen Daunen füllen zu können.

Den "Mantel der Gnade" ausbreiten

Früher war Martini der traditionelle Zeitpunkt für den "Zehnten", d.h. die Steuern wurden auch mit Gänsen entrichtet. Da die Winterzeit das Durchfüttern der Tiere nur in einer eingeschränkten Zahl möglich machte, wurden viele geschlachtet. Es gibt aus heutiger Sicht keinerlei Notwendigkeit, Gänse ein qualvolles Leben erleiden und einen sinnlosen Tod sterben zu lassen. Der Österreichische Tierschutzverein rät daher: wenn es schon unbedingt eine Gans sein muss, dann bitte nur Bio. Nur die biologische Landwirtschaft garantiert derzeit eine annähernd artgerechte Haltung. "Am besten jedoch ist, wenn möglichst viele Menschen ganz auf Gans verzichten. Breiten wir doch gemeinsam einen "Mantel der Gnade" in Anlehnung an den Hl. Martin über diese anmutigen Tiere aus und lassen sie artgerecht leben", so Hemetsberger abschließend.

Rückfragen & Kontakt:

Österreichischer Tierschutzverein
Susanne Hemetsberger
Geschäfsführerin
Tel.: 0662/84 32 55
Mail: hemetsberger@tierschutzverein.at

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