Lohn- und Sozialdumpinggesetz funktioniert auch am Bau

Gleiche Lohnbedingungen für alle in Österreich tätigen ArbeitnehmerInnen und Unternehmen sind das wichtigste Instrument für einen fairen Wettbewerb

Wien (OTS/GBH/ÖGB) - Erstmals wurde am 1. Mai 2011 im Arbeitsrecht eine Lohnkontrolle eingeführt und Sanktionen durch die Verwaltungsbehörden festgelegt. Josef Muchitsch, Stv. Bundesvorsitzender der Gewerkschaft Bau-Holz (GBH): "Eine erste Analyse beweist, dass der Ansturm aus den neuen EU-Ländern ausgeblieben ist. 19.808 zusätzliche Arbeitskräfte aus den ehemaligen acht EU-Ostländern können am österreichischen Arbeitsmarkt gut verkraftet werden. Schon in Österreich anwesende illegale ausländische Arbeitskräfte wurden legalisiert. Die Angstmache der Kritiker - allen voran die FPÖ - war wieder einmal reiner Populismus. Das Zitat von Strache anlässlich der 1. Mai-Kundgebung in einem Linzer Bierzelt hat sich als absoluter Schwachsinn herausgestellt. Zur Erinnerung: Strache behauptete, dass es zwei Millionen Arbeitslose in Osteuropa gebe und dass die Arbeitsmarktöffnung eine Massenzuwanderung auslösen wird!"++++

Kontrollmaßnahmen und Einrichtungen funktionieren!

Sämtliche Hinweise werden effizient überprüft, Verdachtsfälle angezeigt und Strafanträge gestellt. Verdachtsfälle gibt es in inländischen wie ausländischen Firmen aus ganz Europa. Der Schwerpunktbereich Bau wird zusätzlich durch eigene Kontrollorgane in der Bauarbeiter Urlaubs- und Abfertigungskasse (BUAK) überprüft. Immerhin stammen rund 80 Prozent der Problemfälle aus dem Bereich Bau.

Erste Zahlen, Daten und Fakten aus der Bauwirtschaft:

  • 1.572 Baustellen seit 1. Mai 2011 durch die BUAK kontrolliert,
  • 2.310 Firmen kontrolliert, davon 1.958 inländische und 352 ausländische Firmen,
  • 181 Firmen mit Verdacht auf Unterentlohnung festgestellt, davon 44 inländische Firmen mit 121 ArbeitnehmerInnen und 137 ausländische Firmen mit 653 ArbeitnehmerInnen.

Muchitsch: "Wir haben uns aber nicht zurückgelehnt, sondern weiter an den 'Schrauben für effiziente Kontrollen' gedreht. Bereits im Juli wurde eine BUAG-Novelle mit dem gesetzlichen Auftrag beschlossen, eine Baustellendatenbank einzuführen - geplanter Start 2012. Außerdem haben die Bausozialpartner mit 1. Juli 2011 eine bargeldlose Lohnauszahlung im Kollektivvertrag verankert. 'Geld auf's Handerl' ist seitdem passé und die Kontrollorgane können nun auf Baustellen noch effizienter prüfen. Mein Dank gilt den Kontrollorganen, welche unermüdlich und motiviert tagtäglich im Einsatz sind."

Österreich international Vorreiter!

Österreich ist mit seinen Maßnahmen für einen fairen Wettbewerb internationales Vorbild und Vorreiter. Dies muss auch in Zukunft so bleiben. Muchitsch abschließend: "Wir brauchen einen kontrollierten Arbeitsmarkt, um soziale Sicherheit und Fairness für alle in Österreich beschäftigten Menschen aufrecht zu erhalten."

Rückfragen & Kontakt:

Gewerkschaft Bau-Holz
GBH Bundesvorsitzender Stv. Josef Muchitsch,
E-Mail: bessere.zukunft@josef-muchitsch.at,
Mobil: 0664/614 55 42

GBH-Presse
Thomas Trabi
E-Mail: presse@gbh.at
Mobil: 0664/614 55 17
www.bau-holz.at

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