Kommentar zu Flughafen / Twente

Osnabrück (ots) - Belastete Beziehung

Der mögliche Bau eines Regionalflughafens in Twente zählt seit Jahren zu den großen Rätseln im Nordwesten. Egal, ob Ministerium, Kreisverwaltung oder Rathaus, überall in der Region zuckt man unwissend mit den Schultern. Die Sorgen um eine Konkurrenz zum Regionalflughafen Münster/Osnabrück sind aus dem Blickwinkel der Betroffenen sicher verständlich. Dennoch gilt in einer freien Marktwirtschaft: Mit einem zukunftsfähigen Konzept und einem attraktiven Angebot hat es der FMO im Wesentlichen selbst in der Hand, ob er Marktanteile an einen Konkurrenten verliert, oder ob er sich im Wettbewerb behaupten kann.

Dass aber selbst jetzt noch, weniger als zwei Jahre vor einer drohenden Inbetriebnahme, die Menschen auf der deutschen Seite der Einflugschneise nicht wissen, wie es weitergeht, ist völlig unverständlich. Die Niederländer lassen ihre Nachbarn angesichts von Tausenden Starts und Landungen pro Jahr nicht nur im Ungewissen. Sie nehmen ihnen so im Vorfeld auch die Chance einer Einflussnahme. Die Behörden spielen damit besonders mit den Ängsten der Menschen in der Einflugschneise, in der Grafschaft Bentheim. Die deutsch-niederländische Freundschaft in der Grenzregion wird diese Haltung auf Jahre belasten.

Rückfragen & Kontakt:

Telefon: 0541/310 207Neue Osnabrücker Zeitung
Redaktion

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | EUN0009