EANS-News: Montega AG / Hawesko Holding AG: Q3-Zahlen fallen gemischt aus - Gesamtjahr wird wie immer in Q4 entschieden

Hamburg (euro adhoc) -

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Hawesko hat heute seine Geschäftszahlen zum dritten
Quartal 2011 vorgelegt und im Rahmen einer Telefonkonferenz erläutert. Die Zahlen lagen insgesamt im Rahmen unserer Erwartungen. Wesentliche Eckpunkte der Veröffentlichung sind:

- Der Umsatz in Q3 2011 stieg um 6% auf 88,1 Mio. Euro (ggü. 83,1 Mio. Euro in Q3 2010), maßgeblich getrieben vom Facheinzelhandel. Auf Basis von neun Monaten konnte der Umsatz im Vorjahresvergleich um 11,6% auf 276,1 Mio. Euro gesteigert werden.

- Das EBIT ging, aufgrund von Sondereffekten in Q3 2011, im Vorjahresvergleich um 19,4% auf 3,6 Mio. Euro zurück (Q3 2010: 4,5 Mio. Euro). In Q1-Q3 erreichte das EBIT wieder das Vorjahresniveau von 13,7 Mio. Euro.

- Der Konzernüberschuss stieg, bereinigt um Sondereffekte (außerordentlicher Ertrag im Vorjahr von 3,3 Mio. Euro aus Veräußerung der Majestic Wine PLC), in Q1-Q3 2011 um 13,6% auf 8,9 Mio. Euro im Vorjahresvergleich.

Stationärer Facheinzelhandel stark, Versandhandel schwächelt

Die gute Entwicklung von Hawesko wurde in Q3 2011 wesentlich von der starken Performance im stationären Weinfacheinzelhandel (Jacques` Wein-Depot) getragen. Der Umsatz stieg in diesem Segment in Q3 2011 auf 28,0 Mio. Euro (+9,1%; flächenbereinigt +7,4% ggü. Q3 2010). In Q1-Q3 2011 betrug das Umsatzwachstum +6,4%. Auschlaggebend hierfür waren offenbar erfolgreiche Maßnahmen zur Kundenbindung und -Neugewinnung, die die Anzahl aktiver Kunden erhöhen konnten. Das operative Ergebnis legte deutlich überproportional um 20,5%, von 2,8 Mio. Euro in Q3 2010 auf 3,4 Mio. Euro zu (EBIT-Marge in Q3 2011 von 12% ggü. Q3 2010: 10,8%).

Im Versandhandel konnte der Umsatz um 2,5% auf 21,2 Mio. Euro zulegen, bereinigt um die Umsätze von The Wine Company (in Q4 2010 ins Leben gerufene Tochter für den schwedischen Markt) entsprach dies jedoch einem Umsatzrückgang von 3%. Die kühlen Sommermonate (Juli u. August) führten offensichtlich dazu, dass die Werbungen für Sommerweine nicht den gewünschten Erfolg brachten. Auf 9-Monats-Basis zeigte sich jedoch ein beachtliches Wachstum von über 8%. Das Ergebnis in diesem Segment wurde in Q3 2011 von den Markteintrittskosten für The Wine Company in Schweden negativ beeinflusst. Das EBIT ging um über 64% auf 0,5 Mio. Euro zurück (Q3 2010: 1,4 Mio. Euro). Somit betrug die EBIT-Marge in Q3 2011 nur noch 2,4% ggü. 6,7% im Vorjahreszeitraum.

Der Umsatz im Großhandelssegment konnte im Vorjahresvergleich um 6% auf 38,9 Mio. Euro gesteigert werden (Q1-Q3 2011: +17,6%). Allerdings ging die EBIT-Marge im Vergleich zum Vorjahresquartal in Q3 von 3,8% auf 2,5% zurück, was vor allem durch eine Vielzahl von Jubiläumsangeboten in Zusammenhang mit dem 30-jährigen Bestehen der Wein Wolf GmbH bedingt war.

Ergebnisbelastungen nur vorübergehend - Q4 dürfte positiv ausfallen

Die das operative Ergebnis belastenden Sondereffekte in Q3 2011 dürften nur vorübergehender Natur sein und somit auf Jahressicht nur eine untergeordnete Rolle spielen. Insgesamt befindet sich Hawesko weiterhin auf einem stabilen und profitablen Wachstumskurs. Da Q4 2010 wetterbedingt ("viel Eis und Schnee") belastet war, sollte Hawesko im kommenden Quartal die Ergebnisse des Vorjahres übertreffen können und auch auf Basis des Gesamtjahres an den positiven Trend der letzten Jahre anknüpfen. Dies setzt jedoch ein besseres Winterwetter als im Vorjahr voraus.

Entsprechend hat das Unternehmen im Rahmen der Veröffentlichung der Quartalszahlen seine Guidance für das Gesamtjahr bestätigt (Umsatz: >400 Mio. Euro / EBIT: 24-26 Mio. Euro). Wir liegen mit unseren Schätzungen (406 Mio. Euro, 27,0 Mio. Euro) leicht über der Guidance.

Fazit: Obgleich die Vorgabe des Unternehmens noch immer zurückhaltend erscheint, behalten wir unsere konservativen Schätzungen für 2011 bei und sehen den DCF-basierten, fairen Wert für die Hawesko-Aktie weiter bei 36,50 Euro. Das Rating lautet somit weiterhin Halten.

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