Hermann Nitsch im Leopold Museum

Umfassende Würdigung des Orgien Mysterien Theaters

Wien (OTS) - Die längst fällige umfassende Würdigung des zeichnerischen und graphischen Werkes von Prof. Hermann Nitsch erfolgte gestern Abend im Rahmen der Vernissage zur Ausstellung "Hermann Nitsch. Strukturen" im Leopold Museum. Kurator Carl Aigner, Vorstand des Leopold Museum und Direktor des Landesmuseum NÖ präsentierte die gesamte Bandbreite des Schaffens, von den Kritzelzeichnungen über Farbskalen, Partituren bis zu den riesigen Schüttbildern.
Danielle Spera hielt die Eröffnungsrede und gab interessante biographische Einblicke in die frühen Jahre des Künstlers, der "auch so gut zeichnen" wollte wie sein Großvater. Dieser hatte das Talent Nitschs erkannt und den Burschen auf die Graphische Lehr- und Versuchsanstalt geschickt. Aus Nitsch wurde ein Meister, auf den der Großvater zu recht sicher besonders stolz wäre.

Leopold Museum Direktor Tobias G. Natter präsentierte das Leopold Museum anlässlich der Nitsch-Vernisssage als "geeignete Plattform für den Aktionismus". Dass die Festgäste auch künftig mehr zum Thema Aktionismus im Leopold Museum erwarten dürfen, formulierte Natter so:
"Wenn Sie den Eindruck haben, dass uns der Aktionismus wichtig ist, dann täuschen Sie sich nicht!" Beeindruckt vom o.m. theater als wichtigem Beispiel des Wiener Aktionismus hob Natter am o.m. theater den Charakter des "Gesamtkunstwerkes" hervor und sieht in der Kraft der Ausstellung eine zusätzliche Schnittstelle zur Leidenschaft, mit der Rudolf Leopold das Museum aufgebaut hatte.

Ausstellungskurator Carl Aigner schwärmte von einer Kunst, die niemanden kalt lässt. Nitsch rufe "höchste Empörung und helle Begeisterung" hervor. Der als Titel der Ausstellung gewählte Begriff "Strukturen" treffe die Beschaffenheit des Oeuvres Nitschs, umreiße die unglaubliche Vielfalt. Skizzen, Aufzeichnungen, theoretische Äußerungen in epischer Breite: Kein österreichischer Künstler habe sein Werk so umfassend theoretisch dargelegt. Prof. Rudolf Leopold hatte selbst Nitsch gesammelt, erwarb ein wichtiges Schüttbild, das Hauptwerk des berühmten Asolo Raumes. Zuletzt war Hermann Nitsch dem Museumsgründer Rudolf Leopold anlässlich der Feier des 85. Geburtstages des Sammlers begegnet.

Im Leopold Museum feierten mit Hermann Nitsch und seiner Gattin Rita u.a. Elisabeth Leopold, Diethard und Waltraud Leopold, Museum Managing Director Peter Weinhäupl, Nitsch Foundation Geschäftsführerin Gudrun Kutschi, Nitsch Foundation Direktor Michael Karrer, Galeristin Heike Curtze, Verleger Christian Brandstätter, Giuseppe Morra - Gründer des Museo Nitsch, Neapel -, Aktionismus-Experte Hubert Klocker, Leopold Museum Freundevereins Vorstand RA Thomas Mondl, Baumeister Richard Lugner, Galerist Fred Jahn, der Münchner Sammler Rainer Neumann und Sammler Gernot Dolezal sowie ATVlife Moderatorin Kerstin Ruhri und das Ehepaar Fürnkranz.

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