FPÖ: Kickl: Wer bezahlte das ORF-Werbevideo für Langthalers Firma?

Zeit-im-Bild-Verschnitt mit Celebrities aus der schwarz-rot-grünen Bussi-Bussi-Gesellschaft

Wien (OTS) - Höchst erstaunt zeigt sich FPÖ-Generalsekretär NAbg. Herbert Kickl über ein mehr als zwölfminütiges, vom ORF produziertes Werbevideo für die Lobbying und Beratungs-Firma der ehemaligen Grün-Abgeordneten Monika Langthaler. Die Internet-Zeitung Unzensuriert.at hatte über das Video berichtet
(http://tinyurl.com/langthaler-video), das offenbar ein Geschenk
anlässlich des zehnjährigen Bestehens der Langthaler-Firma Brainbows im Oktober des Vorjahres war und noch heute auf der offiziellen Firmen-Webseite www.brainbows.com abrufbar ist. "Zu diesem Video ergeben sich zahlreiche Fragen, die wir in den nächsten Wochen, in Absprache mit den von uns entsandten Vertretern, den ORF-Gremien anlässlich ihrer Sitzungen stellen werden", kündigt Kickl an.

Die wichtigste dieser Fragen sei zweifellos, wer für die Produktion dieses Videos bezahlt habe. "Da tritt die hochbezahlte Frau Thurnher als Moderatorin auf, unzählige Interviews mit Politikern und anderen Langthaler-Freunden wurden geführt und geschnitten, Filmmaterial von der Fußball-Europameisterschaft in Österreich wird verwendet, und am Ende simulieren noch die ewigen ORF-Experten Peter Filzmaier und Sophie Karmasin eine bemüht lustige Diskussion über die globale Wirkung der Firma Brainbows", schildert Kickl den bizarren Clip, der zweifellos nicht billig war, und will wissen: "Wer zahlte für die Kamerateams, für die Cutter, die Schnittplätze, das Studio und die ORF-Mitarbeiter, die mit der Produktion beschäftigt waren?"

Der FPÖ-Generalsekretär hegt den Verdacht, dass die Kosten für dieses Machwerk auf die Zwangsgebührenzahler abgewälzt wurden. "Immerhin war ORF-Generaldirektor Wrabetz beim 10-Jahres-Fest auch persönlich anwesend. Da ist es naheliegend, dass er das Video als kleines Geschenk mitgebracht hat, für das praktischerweise die Bürger mit ihren GIS-Beiträgen aufgekommen sind. All das wollen wir aufgeklärt wissen", so Kickl, der sich darüber hinaus fragt, wodurch derartige Videos, die auch die Seriosität der ORF-Nachrichtensendungen untergraben, im ORF-Gesetz gedeckt sind.

Langthalers Fest sei allerdings auch über das ORF-Video hinaus ein interessantes Gebiet für eine Milieustudie, wie die zahlreichen Glamour-Fotos auf ihrer Webseite belegen würden. "Es ist bemerkenswert zu sehen, mit welch ausgelassener Freude und offensichtlicher Bewunderung hier hohe Politiker - allen voran die ÖVP-(Ex-)Minister Pröll, Mitterlehner und Berlakovich - ihrer eigenen Auftragnehmerin Langthaler begegnet sind. Der Verhaberungsgrad in dieser schwarz-rot-grünen Bussi-Bussi-Gesellschaft aus Politikern, Beratern und Medienleuten ist immens", so Kickl. Ihn interessiere vor allem, ob angesichts dieser Freunderlgesellschaft noch faire Vergabeverfahren stattfinden würden, oder ob es tatsächlich so sei, wie der grüne Ämterkumulierer Alexander Van der Bellen im ORF-Werbevideo über Brainbows sagt: "Die haben ja schon bald ein Monopol in Österreich für alle Nachhaltigkeitsstudien, Umweltstudien, was weiß ich..."

Kickl sieht jedenfalls den Untersuchungsausschuss gefordert, die Rolle der Lobbyistin Langthaler, die von Beobachtern bereits als "Grüner Hochegger" bezeichnet wird, genauestens zu durchleuchten und auch zu überprüfen, ob bei ihrer Beauftragung durch Ministerien und staatsnahe Unternehmen stets das Vergaberecht eingehalten wurde.

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