Bundesrat - Blatnik begrüßt Vorschlag einer 50-prozentigen Frauenquote im öffentlichen Dienst

Öffentlicher Dienst mit gerechten Einkommen und flexiblen Arbeitszeitmodellen attraktiv für Frauen

Wien (OTS/SK) - "Gerade in Hinblick auf den zu erwartenden Arbeitskräftemangel stellen Frauen eine große Zielgruppe und besondere Personalressource für den öffentlichen Dienst dar", sagte die SPÖ-Bundesrätin Ana Blatnik am Freitag im Rahmen der Aktuellen Stunde zum Thema "Perspektiven des öffentlichen Dienstes" im Bundesrat. "Der Vorschlag von Ministerin Gabriele Heinisch-Hosek nach einer 50-prozentigen Frauenquote im öffentlichen Dienst ist daher richtungsweisend", sagte Blatnik und betonte: "Es ist sehr wichtig, dass der öffentliche Dienst gerade hier Vorreiter ist." ****

Die SPÖ-Bereichssprecherin für Frauen und Gleichbehandlung im Bundesrat wies im Zusammenhang mit dem von Frauen- und Beamtenministerin Gabriele Heinisch-Hosek in Auftrag gegebenen Bericht "Perspektiven des öffentlichen Dienstes" auf die Perspektiven für Frauen hin. Die Frauenerwerbsquote in Österreich steige, ebenso die Qualifikation junger Frauen. Der Bericht zu den "Perspektiven des öffentlichen Dienstes" besagt, dass Frauen als Zielgruppe für den öffentlichen Dienst genützt werden sollten. Blatnik zitierte aus dem Bericht: "In allen Bereichen der Personalpolitik, auch in Führungspositionen, ist auf Vielfalt zu achten und dabei insbesondere eine angemessene Berücksichtigung von Frauen anzustreben. Dafür werden angemessene, verpflichtende Quotenregelungen explizit empfohlen."

Quoten seien notwendig, und zwar solange, bis es zu einem gerechten Geschlechterverhältnis in der Arbeitswelt kommt. Mit einer 50-prozentigen Frauenquote im öffentlichen Dienst soll sichergestellt werden, dass Frauen und Männer die gleichen Chancen haben, erklärt Blatnik und führt weiter aus, dass "Studien belegen: Wo Frauen und Männer gleichberechtigt vertreten sind, gibt es positive wirtschaftliche Effekte. Das sollten wir für unser Land nützen".

Die Verwaltung ist für Blatnik ein attraktiver Arbeitgeber: "Es gibt geringere Einkommensunterschiede als in der Privatwirtschaft und es herrschen attraktive Arbeitsbedingungen, wie etwa familien- und karrierefreundliche - also flexible - Arbeitszeitmodelle." Ein Aspekt, der den öffentlichen Dienst insbesondere für Frauen interessant mache, so die SPÖ-Bundesrätin, die hinzufügt, dass noch nicht alles in Ordnung, aber auf einem guten Weg sei.

Als Beispiel für die Attraktivität des öffentlichen Dienstes als Arbeitgeber nannte die SPÖ-Bundesratsabgeordnete den Papamonat: "Der Papamonat ist ein voller Erfolg. Bereits 105 Männer haben diese Möglichkeit genützt und sich dazu entschlossen, nach der Geburt ihres Kindes maximal vier Wochen unbezahlten Urlaub zu nehmen." Wünschenswert sei, dass die Privatwirtschaft nachzieht und den Papamonat ebenfalls einführt. (Schluss) bj/sv

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