BZÖ-Chef Bucher hat das Bildungsvolksbegehren unterschrieben

Bucher spricht sich klar gegen parteipolitische Vereinnahmung des Volksbegehrens aus

Friesach (OTS) - BZÖ-Chef Klubobmann Josef Bucher hat heute das Bildungsvolksbegehren in seiner Kärntner Heimatstadt Friesach unterschrieben. "Ich unterstütze nicht alle Punkte des Volksbegehrens, aber es ist wichtig, dass der nötige Druck für einen Reformschub im Bildungsbereich erzeugt wird, wenn sich schon SPÖ und ÖVP in der Regierung hier gegenseitig blockieren. Deshalb unterschreibe ich als Privatmann dieses Volksbegehren, denn Bildung braucht Zukunft; das sind wir unseren Kindern schuldig! Ich trete aber klar gegen jede parteipolitische Vereinnahmung des unabhängigen Volksbegehrens auf. Weder von der SPÖ, noch von den Grünen und deshalb auch nicht vom BZÖ. Deshalb gibt es auch keine offizielle Unterstützung des BZÖ für das Bildungsvolksbegehren. Hände weg von einer parteipolitischen Vereinnahmung! Das wäre eine Täuschung aller Reformkräfte bei der Bildung", betont Bucher.

Bucher, der auch ein persönliches Gespräche mit Hannes Androsch geführt hat, erläuterte genau die Bedenken und Kritik des BZÖ an einzelnen Punkten des Bildungsvolksbegehrens. Der BZÖ-Chef vermisst besonders das Leistungsprinzip im Volksbegehren, sowohl bei den Schülern, wie auch bei den Lehrern. Österreich stehe im Bildungswettbewerb mit anderen Ländern, deshalb sei das Leistungsprinzip an den Schulen unverzichtbar. Ebenfalls fehlt Bucher der Lehrlingsbereich, denn Bildung finde nicht nur auf höheren Schulen und Universitäten statt. Auch die Lehre mit Matura sei beispielsweise nicht erwähnt. Schließlich appellierte Bucher an Androsch, die parteipolitikfreie Zone Schule noch viel stärker zu berücksichtigen. Bildung und Parteipolitik dürfe nicht mehr vermischt werden.

Für den BZÖ-Chef sind tief greifende und umfassende bildungspolitische Reformen notwendig. Zu massiv seien Stillstand, Versäumnisse und Fehlentwicklungen der Bildungspolitik der vergangenen Jahre und Jahrzehnte und zu gravierend sind nun auch die Folgen dieser fatalen Fehler. "Investitionen in die Bildung und Ausbildung unserer Jugend stellen eine zentrale gesamtgesellschaftliche Verantwortung und Verpflichtung dar, daher begrüße und unterstütze ich als Privatmann das Volksbegehren auch grundsätzlich - und sehe es, unabhängig von seinen inhaltlichen Forderungen - als notwendigen Impuls und Anstoß. Es kann ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung sein", schließt Bucher.

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