Freie Schülerschaft: Bildungsvolksbegehren als Ablenkungsmanöver vom Regierungsstillstand

FSK-Moser: Bildungsministerin unterschreibt mit Volksbegehren Arbeitsaufforderung an sich selbst

Klagenfurt (OTS) - Das Bildungsvolksbegehren des Ex-SPÖ-Vizekanzlers Hannes Androsch war und ist das bestimmende Thema der letzten Tage und Wochen. "Es ist unbedingt notwendig, bedeutend mehr Geld und Aufmerksamkeit in die Bildung zu investieren. Dieses Volksbegehren dient aber nur als Ablenkung vom Stillstand in der österreichischen Bildungspolitik", stellt sich FSK-Obmann Lukas Moser gegen das Volksbegehren. Um grundsätzliche Entscheidungen im Bildungssystem zu fällen, große Reformen umzusetzen und die Bildungszukunft Österreichs nachhaltig und entscheidend zu verbessern, bedarf es einer Einigkeit und Stabilität in der Regierung. Dass bei diesen für die Zukunft so wichtigen Themen so lange Untätigkeit herrsche, sei in Wirklichkeit ein Armutszeugnis für die Regierenden, so die Freie Schülerschaft einhellig.

"Dass die Bildungsministerin selbst das Volksbegehren unterstützt, ist eine Pikanterie der besonderen Art. Sie selbst hätte es ja in der Hand, die längst fälligen tiefgreifenden Reformen einzuleiten. Ihre Unterschrift kann wohl nur als Ausdruck der eigenen Hilflosigkeit interpretiert werden. Reaktivierte SPÖ-Uralt-Funktionäre versuchen jetzt, mit teuren Volksbegehren von der Handlungsunfähigkeit der Regierung abzulenken! In der Bevölkerung soll sowohl der Eindruck entstehen, es würde endlich Bewegung in der Bildungsthematik geben. Dabei herrscht in Wirklichkeit Stillstand", so die Schülerschaft.

Problematisch sei weiters, dass jeder, der sich in Österreich für eine Bildungsreform einsetzen wolle, mit diesem Volksbegehren auch umstrittene SPÖ-Positionen wie das Abschaffen des Sitzenbleibens unterschreiben müsse. "Wo bleibt da der Leistungsgedanke? Wie soll Österreich so im internationalen Vergleich konkurrenzfähig bleiben? Wir von der Schülerschaft sprechen uns klar gegen ein übereiltes Abschaffen des Sitzenbleibens aus. Einer breiten und offenen Diskussion der Schulpartner wird hier unverständlicherweise vorgegriffen. So würgt man jede konstruktive Diskussion ab", kritisiert Moser abschließend.

Rückfragen & Kontakt:

FSK-Obmann Lukas Moser
Tel.: 650/2119444

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | FLK0001