Kontrollamt mit Lob und Kritik an Wiener Linien

Wien (OTS) - In mehreren Berichten analysiert das Wiener
Kontrollamt die Wiener Linien. Unter die Lupe nahmen die Prüfer unter anderem die Schneeräumung von Haltestellen und Gehsteigen, die Installation von Erdwärme-Heizungsanlagen in U2-Stationen, den Umgang mit Malversationen von Mitarbeitern, die Instandhaltung des Hietzinger Hofpavillons sowie den Zustand von Trockenlöschleitungen im U-Bahn-Tunnel.

Lob für Brandschutz
Ein gutes Zeugnis stellten die Prüfer des Kontrollamts dem Zustand der Trocken-löschleitungen der Wiener U-Bahn aus. Diese Leitungen sind Teil der umfassenden Sicherheits- und Brandschutzvorkehrungen des Wiener U-Bahn-Netzes. Sie erleichtern die Arbeit der Feuerwehr, weil im U-Bahn-Bereich großteils keine Schläuche mehr verlegt werden müssen. Bei der Inspektion zeigte sich, dass sich die Anlagen in einwandfreiem Zustand befinden und regelmäßig überprüft werden.

Unterschiedliche Analysen bei Erdwärme-Heizung
Beim Thema Erdwärme gehen die Meinungen der Wiener Linien und des Kontrollamts auseinander. Die Prüfer monieren, dass die Amortisationszeiträume der Anlagen länger als ursprünglich geplant dauern. Die Wiener Linien sehen die Investition in eine neue, absolut klimafreundliche Technologie positiv: Das Projekt Erdwärme wurde mit dem Staatspreis Verkehr ausgezeichnet und ist ein Referenzprojekt für andere Verkehrsbetriebe. Der Energieverbrauch ist um mehr als 50 Prozent geringer als jener herkömmlicher Anlagen.

Bei den anderen Themen haben die Prüfer Optimierungspotenziale aufgezeigt, die die Wiener Linien aufgreifen werden. So sollen Betriebsräumlichkeiten verstärkt gegen unbefugtes Eindringen gesichert und die Ausschreibungsgrundlagen für die Schneeräumung überarbeitet werden. Die Wiener Linien werden den Empfehlungen des Kontrollamtes folgen.

"Wir versuchen laufend, unsere Dienstleistung für die Wienerinnen und Wiener zu verbessern. Die Rückmeldungen des Kontrollamts sind dafür ein wertvoller Beitrag", sagt Wiener-Linien-Geschäftsführer Günter Steinbauer. Die Wiener Linien werden von den Eisenbahnbehörden des Landes sowie vom Bundesamt für Verkehr überprüft. Zudem prüfen das Wiener Kontrollamt und der Rechnungshof.

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