Heinisch-Hosek: Bei Fortpflanzungsmedizin dürfen wir keine Zeit verlieren

Frauenministerin will mehr Tempo in der politischen Debatte

Wien (OTS) - Für Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek ist das heutige EGMR-Urteil "kein Grund zu warten. Die politische Debatte zum Einsatz der Fortpflanzungsmedizin in Österreich muss weitergehen, und zwar rasch." Das Urteil würde nur besagen, dass die Gesetzgebung aus dem Jahr 1999 nicht menschenrechtswidrig sei. Der EGMR stelle auch klar, dass sich Staaten genau anschauen sollten, ob ihre Gesetzgebung noch zeitgemäß sei. "Genau darum geht es mir, diese Diskussion sollten wir jetzt führen", so Heinisch-Hosek.

"Mein Ziel ist und bleibt es, dass österreichische Paare ihren Kinderwunsch erfüllen können - und zwar ohne, dass sie dafür ins Ausland reisen müssen. Denn immer mehr Familien bekommen erst später Kinder und brauchen daher die Möglichkeiten der Fortpflanzungsmedizin. Sie ihnen vorzuenthalten und damit zu verhindern, dass ein lange gehegter Kinderwunsch Realität wird - das ist für mich der falsche Weg", betont die Frauenministerin.

"Wir sollten Hürden beseitigen und nicht neue aufstellen. Ein modernes Familienrecht gibt zeitgemäße Antworten auf gesellschaftliche Fragen", unterstreicht Heinisch-Hosek. Der konservative Ansatz, nämlich die sinkende Geburtenrate zu beklagen, ohne Mittel und Wege zuzulassen, die hier gegensteuern, sei der falsche Weg.

Rückfragen & Kontakt:

Dr. Julia Valsky
Pressesprecherin der Bundesministerin Gabriele Heinisch-Hosek
Tel.: (01) 531 15 - 2149, 0664/610 62 76
mailto: julia.valsky@bka.gv.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NBU0001