ARBÖ: E10 ist kein Zwang der EU

EU-Klimaziel 2020 schon jetzt fast erreicht - Knapp 9 von 10 geforderten Prozent aller im Verkehr eingesetzten Energien sind bereits aus erneuerbaren

Wien (OTS) - Der ARBÖ räumt mit dem Irrtum auf, dass die EU die Einführung der Treibstoffsorte E10 fordert. "Das stimmt nicht ansatzweise. Im Rahmen des Klima- und Energiepaketes hat die EU als Ziel vorgegeben, dass 10 Prozent der im Verkehr eingesetzten Energie aus erneuerbaren Quellen stammen soll", informiert ARBÖ-Generalsekretärin Mag. Lydia Ninz. Das EU-Ziel ist mit knapp neun Prozent schon fast erreicht. Für etwas mehr als ein Prozent kann sich Österreich daher mehr als acht Jahre Zeit lassen. Der ARBÖ ruft daher mit einer Unterschriftenaktion zum Protest auf. Auf www.arboe.at/e10 und in allen ARBÖ-Dienststellen können so alle, die wie der ARBÖ gegen die Einführung von E10 im Oktober 2012 sind, unterschreiben. Bisher zählt der ARBÖ schon an die 6.000 Unterschriften gegen E10.

"Es ist unverständlich, dass Autofahrerinnen und Autofahrer an allen Ecken und Enden draufzahlen müssen, während die Landwirtschaft auf die Butterseite fällt ", so Ninz. "Würden alle Traktoren auf Biodiesel umsteigen, wäre das vorgegebenen EU-Ziel von 10 Prozent schon jetzt erreicht." E10 ist bei weitem nicht die ultimativ letzte Chance ein Klimaziel, dass schon jetzt in Griffweite ist, zu erreichen, denn es gibt laut ARBÖ genügend Alternativen: Hybrid- und Elektrofahrzeuge sowie Solarenergie sind beispielsweise verträglicher als Benzin mit 10 Prozent Bioethanol. "Dazu müsste der Staat aber Geld für Förderungen in die Hand nehmen, anstatt abzukassieren", so die ARBÖ-Generalsekretärin.

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