Lehrlinge: SP-Peschek zu FP-Kunasek: "Engstirniges Denken hilft Lehrlingen nicht"

Wien (OTS/SPW-K) - "Dass es nun sogar dem freiheitlichen Lehrlingssprecher Kunasek auffällt, dass die Anzahl von Betrieben, die Lehrlinge ausbilden, kontinuierlich sinkt, ist zwar im Grunde positiv - die Schlüsse, die er daraus zieht, ist aber einmal typisches FPÖ-Denken. Ganz nach dem Motto 'Schuld sind die anderen'", kommentiert der Lehrlingssprecher der Wiener SPÖ, Gemeinderat Christoph Peschek die heutigen Aussagen Kunaseks.

Dieses engstirnige Denken helfe den Lehrlingen nicht, betont Peschek:
"Es ist schon skurril: auf der einen Seite klagen die Betriebe über die mangelhaft ausgebildeten Fachkräfte, auf der anderen Seite sind immer weniger Betriebe dazu bereit, selbst Jugendliche auszubilden. Bei dieser Argumentation kann man sich ja nur an den Kopf greifen", so der Gemeinderat. Die Politik könne durch gezielte Maßnahmen Impulse setzen, um mehr Betriebe zur Lehrlingsausbildung zu motivieren, jedoch kann sie nicht alle für den Rückgang an Lehrplätzen verantwortlich gemacht werden.

Von einer Wiedereinführung des Blum-Bonus hält Peschek nichts: "Trotz des vielgerühmten 'Blum-Bonus' gibt es in Österreich seit Jahren eine negative Entwicklung. Und: Trotz üppiger finanzieller Förderungen finden viele Betriebe Ausreden, wieso sie keine Lehrlinge ausbilden können".

"Es wäre - im Sinne der österreichischen Jugendlichen - dringend an der Zeit diese ewige Schuldzuweisung hintanzustellen und gemeinsame Maßnahmen zu treffen, von denen die Lehrlinge wirklich profitieren. Rund 40% der PflichtschulabsolventInnen entscheiden sich im Rahmen des österreichischen Bildungssystems für die duale Berufsausbildung, der so genannten Lehrausbildung. Daher sollten Reformen der Lehrausbildung endlich auch als Bildungsdebatte geführt werden und nicht als Steuergeschenke für Betriebe. Statt Betriebe über ständig neue Steuergeschenke 'bestechen' zu wollen, müssen wir endlich anfangen, eine ehrliche Quantitäts- und Qualitätsdebatte zu führen", betont Peschek, der abschließend erklärt: "Was wir brauchen sind gezielte Maßnahmen, keine Steuergeschenke nach dem Gießkannenprinzip. Dazu gehören die Schaffung eines Berufsausbildungsfonds, die Ausweitung der Berufsschulzeit, ein besseres Qualitätsmanagement sowie die Gewährung der Studienberechtigung nach positivem Lehrabschlussprüfung." (Schluss) lok

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