Nächster Justizskandal in Causa Hypo

Staatsanwaltschaft ließ Vorwürfe der Bilanzfälschung verjähren

Wien (OTS) - Das Nachrichtenmagazin NEWS berichtet in seiner am Donnerstag erscheinenden Ausgabe von einem weiteren Justizskandal in der Causa Hypo Alpe Adria. Bereits im Mai bestätigte Justizministerin Beatrix Karl (ÖVP), dass Verfahren gegen den Chef der Grazer Wechselseitigen, Othmar Ederer, und den Wirtschaftsprüfer Karl-Heinz Moser wegen Verjährung eingestellt wurden. Jetzt ist es wieder zu einer Verjährung gekommen - und wieder sind Moser und Ederer betroffen.

Dieses Mal geht es um die Bilanzen der Bank der Jahre 2006 und 2007, in denen Eigenkapital ausgewiesen wurde, das es aufgrund von Nebenabreden zu Vorzugsaktien gar nicht gab. Trotz des vorliegens zahlreicher Fakten hat es die Staatsanwaltschaft Klagenfurt unterlassen, fristgerecht entsprechende Verfahren einzuleiten. Seit April 2011 ist nun zum Vorwurf der Bilanzfälschung Verjährung eingetreten.

NEWS berichtet zudem, dass der wahre wirtschaftliche Berechtigte hinter der "Weiss BeteiligungsgmbH", die Ende 2006 15 Millionen Euro beim Hypo- Investor Tilo Berlin anlegte, wiederum Karl-Heinz Moser ist, der damals noch Aufsichtsrat der Hypo war. Neben Moser zog auch der frühere Klagenfurter SP-Vizebürgermeister Siegbert Metelko Profit aus dem Deal. Das Treuhand-Vehikel "Weiss BeteiligungsgmbH" bekam für seine 15 Millionen Euro Investition rund 33 Millionen Euro retour.

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