FPÖ: Neubauer: Alpini provozieren Südtiroler durch Kranzniederlegung bei Faschisten-Denkmal in Bruneck!

"Werde Faschisten-Denkmäler und Alpini-Aufmarsch zum Thema bei LH Durnwalder bei Besuch in Bozen machen"

Wien (OTS) - "Solange sich die Alpini nicht von ihrer
faschistischen Vergangenheit und den grausamen Kriegsverbrechen in Afrika entschuldigen bzw. distanzieren, sollte ein Alpini-Aufmarsch in Bozen für jeden aufrechten Demokraten einen Schlag ins Gesicht und eine offene Provokation darstellen und deshalb verboten werden", stellte heute FPÖ-Südtirolsprecher NAbg. Werner Neubauer fest.

Im kommenden Jahr 2012 wird ein weiteres Alpini-Treffen mit über 300.000 Teilnehmern im Jahre 2012 in Bozen stattfinden. Nun werden gerade diesen Einheiten zahlreiche Kriegsverbrechen angelastet, die historisch auch belegt sind. Entschuldigt oder gar distanziert von diesen Verbrechen haben sich die Alpini bzw. deren Verantwortliche bis zum heutigen Tage nicht. Ein Vorgeschmack auf Reminiszenzen zur italienischen Faschistenzeit, unter der gerade die deutschen und ladinischen Südtiroler besonders hart zu leiden hatten, wurde in Bruneck im Pustertal geboten. Das 6. Alpinikommando unter der Leitung von Colonello Luigi Rossi legte heute einen Kranz vor dem Alpinidenkmal in Bruneck nieder. Diesen Schritt hatte er vorher in einem Schreiben an verschiedene Institutionen des Landes angekündigt.

"Dass die Alpini beim Völkermord-Denkmal, im Volksmund auch "Kapuziner Wastl" genannt, der unseligen Vergangenheit von Faschismus und Völkermord gedenken, ist ein unaussprechlicher, unwürdiger Akt, der in Südtirol zum wiederholten Male auf völliges Unverständnis stößt", so Südtirolsprecher Neubauer. Auch wenn von den Alpini und deren Veteranen immer wieder behauptet werde, dass das Völkermorddenkmal zu Ehren aller gefallenen Alpini errichtet worden sei, sei dem zu entgegnen, dass dies eine Schutzbehauptung darstelle. "Im Jahre 1968 haben die Alpini eine Erinnerungsmedaille anfertigen lassen, darauf ist unmissverständlich zu lesen: "Monumento Alpino alla Divisione Pusteria - rifatto 1969 nuovo". Zu Deutsch "Alpinidenkmal zu Ehren der Division Pusteria - neu wiedererrichtet 1969". Diese Division "Pusteria" wütete einst in Abessinien und ermordete tausende unschuldige Menschen, wobei sie auch Giftgas zur Erreichung ihrer Ziele eingesetzt hatte.

Unverständlich ist deshalb, dass hohe Südtiroler Politiker gegen diese Aufmärsche und Kranzniederlegungen keinen Protest erheben. Auch in den letzten Jahren waren Vertreter der Alpini bei den Kranzniederlegung vor faschistischen Relikten immer mit dabei, u.a. Giorgio Holzmann trägt mit Stolz den Alpinihut, ebenso Donato Seppi und viele andere, die jährlich am 4. November am Siegesdenkmal bzw. beim Grab von Ettore Tolomei Kränze niederlegen, so Neubauer.

Neubauer kündigte in diesem Zusammenhang an, den Alpini-Aufmarsch in Bozen im kommenden Jahr auch zum Gegenstand der Gespräche mit dem Landeshauptmann Dr. Durnwalder am 11. November 2011 in Bozen machen zu wollen. "Es muss endlich zu einer Lösung hinsichtlich der faschistischen Denkmäler in Südtirol kommen", so Neubauer.

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