BMUKK: Hohe Auszeichnungen an die Herren Koschatko, Brandstetter, Hoff, Köhldorfer, Schuster, Schwarzmann, Waldmann und Watteck

Wien (OTS) - Im Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur werden heute im Rahmen eines Festaktes das Bundes-Ehrenzeichen an Alois Koschatko, das Goldene Verdienstzeichen der Republik Österreich an Herbert G. Brandstetter, das Goldene Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich an Kurt L. Hoff sowie der Berufstitel Professor an Johann Köhldorfer, Friedrich Schuster, Karlheinz Schwarzmann, Dieter Waldmann und Arno Watteck verliehen.

Alois Koschatko, langjähriger Leiter der Hauptschule Vorau, wird mit dem Bundes-Ehrenzeichen ausgezeichnet. Vor mehr als 50 Jahren begann er mit dem Aufbau einer Sammlung zur bäuerlichen Kulturgeschichte der Region Vorau. 1979 wurde das Freilichtmuseum Vorau eröffnet, dessen Obmann er bis heuer war. Heute bildet das Freilichtmuseum, dank Koschatkos Verdienste, mit seinen mehr als 20 Objekten ein harmonisches Gesamtwerk, das ständig restauriert, ergänzt und den museumspädagogischen Anforderungen der Zeit angepasst wird. Seit 1990 ist das Museum offiziell ein Schulmuseum.

Herbert G. Brandstetter erhält das Goldene Verdienstzeichen der Republik Österreich. Seit knapp 30 Jahren erforscht er ehrenamtlich die Regionalgeschichte des oberösterreichisch-bayerischen Grenzraums. Seine Forschungsergebnisse hat er bisher in 13 Publikationen veröffentlicht. 2005 erschien das 630 Seiten umfassende Werk "Mauerkirchen - Die Chronik". Brandstetter ist Redakteur der Schriftenreihen "Das Bundwerk" und "Der Bundschuh", gehört der oberösterreichischen Heimatforschergruppe am Institut für Kunst und Volkskultur der Landeskulturdirektion Linz an und war langjähriges Vorstandsmitglied des Innviertler Kulturkreises. 2000 wurde ihm der Titel "Konsulent der OÖ Landesregierung für Volksbildung und Heimatpflege" verliehen. 2006 erhielt er die Goldene Medaille für Verdienst um die Republik Österreich.

Kurt L. Hoff wird das Goldene Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich verliehen. Er erwarb sich durch mehr als 1.500 Vorträge über Fotografie und darstellende Kunst besondere Anerkennung als Kulturvermittler. 1967 in das Präsidium der ARGE Österreichischer Lichtbildner berufen, hielt er zahlreiche Fotoseminaren und Workshops ab und bemühte sich bei den TeilnehmerInnen das Interesse für Kunsterziehung, Architektur, darstellenden Kunst sowie für heimat-und naturkundliche Themen zu wecken. Hoff ist Gründer der "Fotografischen Gesellschaft Linz im Oberösterreichischen Volksbildungswerk" und erhielt 1978 den Titel "Konsulent der Oberösterreichischen Landesregierung für Volksbildung und Heimatpflege" verliehen. 1990 gründete er im Landeskulturzentrum Ursulinenhof die "Oberösterreichische Fotogalerie", deren Leiter er lange Jahre war.

Der Berufstitel "Professor" geht an:

Dr. Johann Köhldorfer studierte Geschichte, Anglistik und Amerikanistik an der Universität Graz und ist seit 2003 in der bildungspolitischen Abteilung der AK Steiermark, Schwerpunkt "Arbeitswelt und Schule", tätig. Im Rahmen seiner umfangreichen Vortrags- und Seminartätigkeit in der Erwachsenenbildung, u.a. am Dr. Karl Renner Institut, an der Volkshochschule und an der Universität Lasi in Rumänien, hat sich Johann Köhldorfer immer das Ziel gesetzt, die Notwendigkeiten von Weiterbildung aufzuzeigen und Bildung im breiten Rahmen anzubieten. Als Historiker unternahm er im "Bedenkjahr" 1988 umfangreiche Forschungsarbeiten zu den in der Steiermark gelegenen Nebenlagern des KZ Mauthausen. Er initiierte Oral History Projekte und ist Mitbegründer des "Historischen Vereins für das Kirchberger Ländchen", dessen Forschungsgebiet die gesamte Kleinregion Kirchberg umfasst. Im Mai 2011 erhielt er das "Goldene Ehrenzeichen des Landes Steiermark".

Oberstleutnant der Reserve Friedrich Schuster, langjähriger Bürgermeister der Marktgemeinde Pettenbach und Landesgeschäftsführer des Österreichischen Schwarzen Kreuzes in Oberösterreich, ist seit vielen Jahren vorbildlich um die Erhaltung und Pflege von Kriegsgräberanlagen bemüht. Mit seiner Unterstützung konnten österreichische Kriegsgräber von Soldaten des Ersten Weltkrieges und Kriegsgräber aus dem Zweiten Weltkrieg in den GUS-Staaten, in Polen, am Balkan und in Ungarn erhalten werden. Er leistete durch seine Tätigkeit einen wichtigen Beitrag zur Aufarbeitung der Akten österreichischer Kriegsgefangener des 2. Weltkriegs in der ehemaligen Sowjetunion. Schuster ist Chefredakteur des Mitteilungsblattes des Österreichischen Schwarzen Kreuzes sowie Herausgeber der umfangreichen Dokumentation des ÖSK. Er ist Träger des Silbernen Ehrenzeichens des Landes Oberösterreich und zahlreicher militärischer Auszeichnungen.

Mag. Karlheinz Schwarzmann studierte Kunstgeschichte an der Universität Graz und ist als Konsulent überall präsent, wo es gilt, das Wirken heimischer KünstlerInnen zu unterstützen und sowohl für private als auch museale Sammlungen zu erschließen. Er gilt als wichtiger Förder- und Identifikationsfigur der steirischen modernen Kunst. Sein primärer Forschungsbereich konzentriert sich auf die Malerei der 2. Hälfte des 20. Jahrhunderts in der Steiermark. Mit seinen Veröffentlichungen und der Betreuung zahlreicher Ausstellungen leistet Karlheinz Schwarzmann einen unschätzbaren Beitrag zur Aufbereitung, Sichtbarmachung und Anerkennung steirischer KünstlerInnen.

MMag. Dr. Dieter Waldmann studierte Rechtswissenschaften und Betriebswirtschaft in Wien. Als Steuerberater verfasste er zahlreiche erfolgreiche Fachbücher wie "Time Sharing von Ferienwohnungen in Österreich" oder, gemeinsam mit seinem Vater, die richtungsweisende Publikation "Das Rechnungslegungsgesetz". Elf Jahre fungierte er als Herausgeber und Redakteur der monatlich erschienenen "Steuerinformation". Seine Veröffentlichungen finden vielfach Eingang in die renommierte Fachzeitschrift "Österreichische Steuer- und Wirtschaftskartei". Hinzu kommt eine rege Seminar- und Vortragstätigkeit, bei der seine Fähigkeit, Fachbildung mit Breitenwirkung bestens zu verbinden, zum Tragen kommt. Mit der Ausrichtung von Fortbildungsveranstaltungen zum Thema "Doing Business in ..." leistet er einen Beitrag zum Verständnis der Rechtsordnungen wichtiger österreichischer Handelspartner.

HR DI Arno Watteck absolvierte das Studium der Forstwirtschaft an der BOKU Wien. Als Forstbeamter im Lungau widmete er sich verstärkt den Aufgaben der Volkskunde, der Heimatforschung und des Denkmalschutzes. 1960 gründete er den Museumsverein Tamsweg und übernahm zugleich die Leitung des Heimatmuseums. Aufgrund seiner großen Erfahrungen wurde er vom Bundesdenkmalamt zum "Ehrenkonservator" ernannt und zum Mitglied der Ortsbildschutzkommission des Lungaus bestellt. Von 1990-2000 war er Leiter des Arbeitskreises für Heimatsammlungen, des Forums für Orts-, Regional- und Fachmuseen im Rahmen des Salzburger Bildungswerkes. Er hat eine beträchtliche Anzahl fundierter Publikationen verfasst, die vor allem dem Bereich der Volkskunde gewidmet sind. Arno Watteck ist Träger des Bundes-Ehrenzeichens und des Silbernen Ehrenzeichens für Verdienste um die Republik Österreich.

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