- 02.11.2011, 09:10:18
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Hilfe zur Selbsthilfe: Psychotherapie tut not!
Unsichere Zeiten erhöhen unseren psychischen Leidensdruck, machen krank.
Wien (OTS) - Zahlen zeigen das, wovor ExpertInnen warnen! Wir
befinden uns in einem dynamischen gesellschaftlichen Wandel und sind
längst kein Land der Seligen mehr. Erhöhte Leistungsansprüche, die
Forderung nach Flexibilität und Effektivität, und das Schwinden von
sozialer und finanzieller Sicherheit gefährden sowohl unsere Existenz
als auch unsere Individualität. Sie führen zu einem rasanten Anstieg
psychischer Leiden. Belastungen und Überforderungen wirken sich
persönlich, familiär und beruflich aus. Ihren Ausdruck können wir in
der Sorge, der Angst und Verzweiflung der Menschen erkennen, die
oftmals durch einen unüberschaubaren, beschleunigten und
krankmachenden Lebensalltag bedingt ist. Mobbing, Burn-out, die
Gefahr vor beruflicher Ausgrenzung, Stigmatisierung und
Diskriminierung gefährden unsere psychosoziale Existenz, unser
persönliches Wohlergehen und jenes unserer Familien und Kinder. Wie
kann unter diesen Bedingungen der Wunsch nach Lebensqualität gefasst
werden? Wird Lebensqualität zu einem unerschwinglichen Luxus?
Instabile Zeiten können den psychischen Leidensdruck erhöhen.
Allgemeine Lebensqualität beinhaltet Einflussfaktoren wie Gesundheit,
Freiheit, Wohlstand, Bildung, Kultur, Politik und Religion. Die
gesundheitsbezogene Lebensqualität nimmt dabei laut Umfragen einen
zentralen Stellenwert ein. Sie umfasst die physische Gesundheit, das
psychische Wohlbefinden und die soziale Integration. Die Bewertung
gesundheitsbezogener Lebensqualität jedoch ist subjektiv und wird
zunehmend schwerer zufriedenstellend erlebt. Möglicherweise müssen
wir gesellschaftliche Werte hinterfragen und neu definieren.
Veränderungen des gesellschaftlichen Wandels zeigen sich in der Art
und Weise unserer Begegnungs- und Beziehungsdynamiken. Beziehungen
geraten auf den Prüfstand, existenzielle Kriterien werden zu einem
Faktum, die Psychotherapiebedürftigkeit steigt!
Der erste Schritt vor der PsychotherapeutInnenwahl jedoch beginnt
für Betroffene mit der Frage nach der Leistbarkeit einer
Psychotherapie. Erst im Anschluss daran kann die eigentliche Suche
nach der passenden TherapeutIn erfolgen. Wie bei einem Säugling oder
Kleinkind die Passung zwischen Mutter/Vater und Kind eine gesunde
Entwicklung ausmacht, ist auch bei der Wahl der TherapeutIn die
Passung zwischen KlientIn und TherapeutIn für die Entwicklung,
Aktivierung und Veränderung der Persönlichkeit, ihrer Ressourcen und
ihres Potenzials wesentlich. Nur in einem gesunden und "passenden"
zwischenmenschlichen Klima können wir uns selbst entdecken, neu
ausprobieren und definieren. Einer effektiven gesundheitsfördernden
Psychotherapie liegt daher die selektive Auswahl der "subjektiv
passenden" PsychotherapeutIn zugrunde. Oftmals wird dieses elementare
Kriterium in der Entwicklung unseres Gesundheitssystems übersehen.
Die Kosten für das Versorgungssystem können sich z. B. durch eine
berufliche Einschränkung aufgrund einer nicht in Anspruch genommenen
Psychotherapie, durch Therapieabbrüche und durch ein "Ausprobieren"
verschiedener Therapiemethoden oder institutioneller Angebote
dramatisch erhöhen.
Dabei scheint es so einfach! Psychotherapie ist ein konstanter und
kontinuierlicher Prozess, der unserer Gesundheit und damit der
Bewältigung unseres Lebensalltags dient. Sie fördert unsere
individuellen beruflichen und sozialen Fähigkeiten, reduziert oder
heilt psychisches Leid und verhilft zu einer guten und zufriedenen
Bewältigung des Lebensalltags. Die Voraussetzungen für die freie
PsychotherapeutInnenwahl wurden zwar gesellschaftspolitisch
anerkannt, aber real nicht umgesetzt. Effektivität und Gesundheit
beginnen bei uns selbst. Für eine gesunde Lebensqualität jedoch muss
Psychotherapie, wie jede andere Krankenbehandlung auch, leistbar
werden.
Die INFORMATIONSSTELLE des WIENER LANDESVERBANDES FÜR
PSYCHOTHERAPIE (WLP) bietet kostenlos und anonym
- individuelle und fachkompetente Information
- Unterstützung bei der PsychotherapeutInnen-Suche
- Beratung über Finanzierungsmöglichkeiten einer Psychotherapie
durch die Krankenkassen.
Die Beratung kann telefonisch oder nach Terminvereinbarung jeden
Montag und Donnerstag von 14.00 - 16.00 Uhr in einem persönlichen
Gespräch in Anspruch genommen werden.
Tel.: 01/512 71 02
Löwengasse 3/5/6, 1030 Wien
(AutorInnen: Topaloglou/Tschugguel)
Rückfragehinweis:
Wiener Landesverband für Psychotherapie (WLP) Leonore Lerch Vorsitzende des WLP Tel.: 01/912 28 65 mailto:wlp.lerch@psychotherapie.at www.psychotherapie.at/wlp
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