Greenpeace: Keine Gentech-Pommes zum Wiener Schitzel

Gentechnisch veränderte Risiko-Speisekartoffel Fortuna darf nicht zugelassen werden

Wien (OTS) - Die Umweltschutzorganisation Greenpeace übt harsche Kritik am Antrag des deutschen Chemiekonzerns BASF, eine gentechnisch veränderte Speisekartoffel in Europa zuzulassen. BASF hat gestern bei der Europäischen Union die Zulassung der gentechnisch manipulierten Speisekartoffelsorte "Fortuna" beantragt. Diese soll dem Gentech-Unternehmen zufolge gegen Kraut- und Knollenfäule geschützt sein. "Die gentechnisch veränderte Speisekartoffel Fortuna basiert auf einer konventionellen Kartoffelsorte, die häufig für die Herstellung von Pommes Frites verwendet wird. Sollte die Gentech-Sorte Fortuna als Lebensmittel zugelassen werden, könnte es auch bei uns das Wiener Schnitzel bald mit Gentech-Pommes geben", warnt Greenpeace-Kampagnenleiter Herwig Schuster.

Im Jahr 2010 baute die Gentechnikfirma BASF die Stärkekartoffel Amflora kleinflächig an. Schon damals kam es zu Verunreinigungen. "Obwohl eine deutliche Mehrheit der KonsumentInnen die Gentechnik im Essen ablehnt, will BASF weiterhin riskante Gentech-Pflanzen durchsetzen. Aber schon im Vorjahr schaffte es BASF nicht, die Genmanipulation von einer anderen, nicht zugelassenen Gen-Knolle zu trennen. Verunreinigungen sind also vorprogrammiert", kritisiert Schuster.

Greenpeace fordert die Europäische Union auf, die gentechnisch veränderte Kartoffel "Fortuna" nicht für den europäischen Markt zuzulassen. "Die Kraut- und Knollenfäule ist auch durch gute fachliche Praxis mit Fruchtfolge und entsprechender Sortenauswahl gut in den Griff zu bekommen. Damit unser Grundnahrungsmittel Kartoffel auch zukünftig gentechnikfrei bleibt, darf es keinen Anbau von gentechnisch manipulierten Erdäpfeln wie der "Fortuna" geben", erklärt Schuster.

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